Bebauungsplan für Luxus-Resort in Hinterstoder einstimmig beschlossen

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Sophie Kepplinger Tips Redaktion Sophie Kepplinger, 29.01.2021 14:02 Uhr

HINTERSTODER. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde bei der verganenen Gemeinderatssitzung in Hinterstoder der umstrittene Bebauungsplan für den Campingplatz in der „Polsterlucke“ einstimmig beschlossen.

„Es lief alles gut und der Beschluss war einstimmig“, berichtet Hinterstoders Bürgermeister Helmut Wallner (ÖVP). Demnach stehen dem Bau der 24 Zeltplätzen, 93 Premium-Resort-Stellplätzen, vier Campingfässern, zehn Premium-Hotel-Suiten und zwei Chalets im Rahmen des „Campingresort Hinterstoder“ nichts mehr im Weg. Christian Schrems vom Almgasthof Baumschlagerreith und sein niederösterreichischer Partner freuen sich, das nun der Startschuss für den Bau ihres Luxus-Resorts gefallen ist: „Ich habe kein einziges Mal daran gezweifelt, dass der Bebauungsplan durchgesetzt wird. Seit zwei Jahren planen wir dieses Projekt, das Ganze ist also nicht neu.“

Positive Aspekte würdigen

Neben der Württembergischen Forstverwaltung, der die angrenzenden Wald- und Wiesenflächen gehören, fürchten allerdings einige Naturschützer, dass der Bau des Campingresorts Hinterstoder das Landschaftsbild und die Natur nachhaltig zerstören könnte. Immerhin sei der Platz Lebensraum vieler Tiere und die Verbauung der Landschaftsidylle nicht vertretbar. Den Projektgegnern kontert Schrems jedoch bestimmt: „Das Thema Nachhaltigkeit wird immer Teil unserer Überlegungen sein.“ Außerdem müsse, betont Schrems, auch der positive Aspekt gewürdigt werden: „Das Campingresort wird in der Pyhrn-Priel-Region einzigartig sein und viele Besucher und Gäste anlocken, die wiederum den gesamten Ort beleben. Nebenbei werden auch noch Arbeitsplätze geschaffen.“ Dass Hinterstoders Gemeinderat den Bebauungsplan einstimmig beschloss, zeige laut Schrems, dass auch die Gemeinde Hinterstoder hinter dem Projekt stehe, welches mit Ende des Jahres fertiggestellt werden soll.

Scharfe Kritik seitens der Forstverwaltung

Markus Pernkopf von der Württembergischen Forstverwaltung ist über den Ausgang der Gemeinderatssitzung mehr als verärgert und betont: „Der vor Jahren eingeschlagene Weg einer ökologischen und nachhaltigen Orts- und Tourismusentwicklung wurde seitens Carl Herzog von Württemberg stets begrüßt und unterstützt. Ein Campingplatz in dieser Dimension und an diesem sensiblen Standort im Stodertal widerspricht in jeglicher Hinsicht der von der Gemeinde in der Vergangenheit beschlossenen, zukünftigen ökologischen Entwicklung.“ Überhaupt sei das ganze Projekt rechtswidrig und eine „Frechheit“, sagt der Vertreter der Württembergischen Forstverwaltung und betont: „Wenn weiterhin so über den Kopf des Landbesitzers hinweg unverständliche Entscheidungen getroffen werden, wird irgendwann der Geduldsfaden reißen.“

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Kommentare

  1. Helmut Bauer
    Helmut Bauer17.02.2021 14:46 Uhr

    Luxus Ressort Hinterstoder - Die Gemeinde Hinterstoder ist im alpinen Gebiet aber der Gemeinderat sieht nur die Einnahmen und hat für den Natur- Forts und Wildschutz nichts übrig. LEIDER! Würde im Herbst dieses Jahres die Wahl zum schönsten Ort sein dann würde die Bewerbung keine Chance haben und der Titel sollte aberkannt werden. Nach Fertigstellung des Bauvorhabens ist es nicht mehr ratsam diesen Ort zu besuchen.



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