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KREMSMÜNSTER. Die Firma Greiner mit Sitz in Kremsmünster hat sich dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben und will als „Green Champion“ in der Industrie als Vorreiter vorangehen.

Axel Kühner, Vorstandsvorsitzender Greiner AG (l.) und Hannes Moser, Finanzvorstand Greiner (Foto: Silvia Wittmann/Greiner AG)

Mit einer umfassenden Strategie, dem Blue Plan, hat das Unternehmen vor rund einem Jahr damit begonnen, Strukturen, Prozesse und die gesamte strategische Ausrichtung des Unternehmens von Grund auf neu zu denken, um das Thema Nachhaltigkeit ins Zentrum zu rücken. Dabei gehe es nicht um kosmetische Veränderungen, sondern in Teilen um einen tiefgreifenden, radikalen Wandel, eine Transformation des gesamten Unternehmens hin zu einem nachhaltigen „Green Champion“.

Nachhaltigkeitsstrategie Blue Plan

Das Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie Blue Plan ist dabei klar definiert: das Unternehmen aus Kremsmünster will die Kreislaufwirtschaft stärken und bis 2030 ein umfassend zirkuläres Unternehmen auf dem Markt sein. Blue Plan umfasst alle Unternehmensbereiche weltweit und setzt drei Handlungsfelder in den Mittelpunkt, die als zentrale Zukunftsthemen bei Greiner identifiziert wurden: Klimawandel, Kreislaufwirtschaft und Menschen. Vorstandsvorsitzender Axel Kühner ist von der Dringlichkeit überzeugt und setzt daher das Thema auf die Tagesordnung: „Die Aufgabe, vor der wir stehen, könnte nicht herausfordernder sein. Wir brauchen eine ökologische Modernisierung unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Denn die Zeit drängt, das aktuelle Jahrzehnt wird entscheidend sein. Worten müssen Taten folgen. Wir wollen ein Green Champion werden und Nachhaltigkeit in all unseren Prozessen mitdenken. Dabei geht es nicht nur um Lippenbekenntnisse, sondern um ein konsequentes Hinterfragen wirklich aller Unternehmensbereiche. Es bleibt daher keine Wahl: Wir müssen die kommenden Jahre zu den Goldenen 20er-Jahren der Nachhaltigkeit und Transformation machen.“ Erste zentrale Schritte auf dem Weg hin zu mehr Nachhaltigkeit sind bereits getan: Seit Juli 2019 beziehen alle österreichischen Standorte von Greiner zu 100 Prozent zertifizierten Grünstrom, weitere Standorte weltweit werden folgen. Die Energieeffizienz der Produktion spiele laut Kühner eine wichtige Rolle auf dem Weg zur Klimaneutralität. Deshalb seien Maßnahmen und Projekte in diesem Bereich wichtig, um Ineffizienzen und Verluste aufzudecken und zu beheben.

Fokus auf Kreislaufwirtschaft

Dreh- und Angelpunkt der Veränderung sei dabei eine funktionierende Kreislaufwirtschaft: In einem zirkulären System werden Materialien und Produkte so lange wie möglich wiederverwendet, aufgearbeitet, repariert und recycelt. Dadurch soll eine Verlängerung der Lebensdauer von Produkten ermöglicht und Abfälle auf ein Minimum reduziert werden. Damit werde auch der Raubbau an der Natur und den verfügbaren Ressourcen gebremst und die Umwelt geschützt. Die Umstellung von einem klassischen Industrieunternehmen hin zu einem nachhaltigen Player am Markt werde zweifelsohne ein Kraftakt, der nur gemeinsam gemeistert werden könne, erläutert Finanzvorstand Hannes Moser. „Die Kraft, die dafür notwendig ist, können aus unserer Sicht nicht einige wenige aufbringen. Wir werden die Ideen und die Veränderungsbereitschaft all unserer 11.494 Mitarbeiter unterstützen müssen, um Nachhaltigkeit bei Greiner konsequent voranzutreiben und unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Niemand kann uns diese Aufgabe abnehmen“, ist Moser überzeugt.


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