FPÖ Kirchdorf fordert: „Kein Eintrittsgeld für den Besuch des Badbuffets“

Hits: 0
FPÖ-Freizeit-Stadtrat Günter Schachner und FPÖ-Bürgermeisterkandidat Christoph Colak (v.l.) (Foto: FPÖ Kirchdorf)
Susanne Winter, MA Susanne Winter, MA, Tips Redaktion, 11.06.2021 09:39 Uhr

KIRCHDORF AN DER KREMS. Für den Besuch des Buffets im Kirchdorfer Freibad ist der volle Eintrittspreis zu bezahlen, auch wenn das Freibad nicht genutzt wird. Die FPÖ will das ändern.

„Als Stadtrat für Freizeiteinrichtungen haben mich Gäste des Freibades darüber informiert, dass, selbst wenn man nicht baden möchte und nur die Kantine besucht, der volle Eintritt zu bezahlen ist. Eltern, die ihre Kinder abholen und nur etwas trinken möchten, werden hier zur Kasse gebeten“, ist Freizeit-Stadtrat Günter Schachner (FPÖ) verärgert, „obwohl ich hier zuständig gewesen wäre, war ich in diese Entscheidung nicht eingebunden. Ich hätte mich selbstverständlich klar gegen eine solche Vorgehensweise ausgesprochen.“

Stammgäste werden nicht mehr ins Badbuffet gehen

„Anstatt glücklich zu sein, einen engagierten Pächter gefunden zu haben, macht man ihm in seinem ersten Jahr auch noch das Leben schwer. Viele Stammgäste, die oft nur mit Freunden ins Badbuffet gehen, werden das in Zukunft nicht mehr tun. Dies ist in Zeiten einer Pandemie, 3G-Regeln und anderen Beschränkungen der Gastronomie nicht zumutbar. Warum man so vorgeht, ist für mich unverständlich“, zeigt sich FPÖ-Bürgermeisterkandidat Christoph Colak verwundert.

FPÖ fordert Lösungen

Oberstes Weisungsorgan und damit zuständig sei, laut FPÖ, die Bürgermeisterin. Als Argument für die geschilderte Vorgehensweise werden, laut FPÖ, etwa Haftungs- und Versicherungsfragen genannt. „Anstatt Ausreden zu suchen, sollte man sich darauf fokussieren, etwas Positives zu ermöglichen. Zu fragen: ,Wie können wir eine Lösung finden?' anstatt abzuwiegeln. Dieses Argument ist außerdem aus rechtlicher Sicht nicht stichhaltig und wirkt vorgeschoben“, so Colak, der selbst im Beruf Jurist ist.

Eigener Eingang für die Kantine und zusätzliche Infrastruktur in der Küche

Man müsse hier „umgehend, wie in anderen Bädern im Bezirk, einen eigenen Eingang für die Kantine schaffen und zusätzliche Infrastruktur in der Küche zur Verfügung stellen, um einen erweiterten Betrieb zu ermöglichen. Ein dadurch ausgedehntes kulinarisches Angebot würde auch zusätzliche Frequenz im Freibad bringen“, sind sich Christoph Colak und Günter Schachner einig.

„Verbale Attacken gegen das Kassenpersonal“

Bürgermeisterin Vera Pramberger (SPÖ) äußert sich dazu: „Ich bin über den Vorfall, den die FPÖ jetzt werbewirksam für sich aufbauschen möchte, vom Badepersonal informiert worden. Ein Kirchdorfer hat sich gegenüber dem Kassenpersonal geweigert, Eintritt zu bezahlen und als Argument ausgegeben ,sich eh nur einen Spritzer in der Kantine kaufen zu wollen'. Nachdem er auf die Tarifpflicht beim Eintritt ins Badegelände hingewiesen wurde, fuhr er mit einer verbalen Attacke gegen das Kassenpersonal auf. Ein weiteres Mal ist selbiger Kirchdorfer kurz vor Badeschluss wiederum an der Freibadkasse erschienen, hat verbale, drohende Attacken gegen unser Kassenpersonal geritten, ist ohne Bezahlung eines Eintrittes und ohne Vorweis des gesetzlich erforderlichen epidemiologischen Nachweises (3G-Regel) in das Freibadgelände gestürmt, um sich in der Kantine in einem Zug ein alkoholisches Getränk einzuverleiben. Innerhalb kürzester Zeit hat er das Freibadgelände zornig wieder verlassen, dem Kassenpersonal zwei Euro in Kleinstgeld durch das Kassenfenster ,geschmissen' und gemeint, dass er mit Sicherheit auch beim nächsten Mal nicht beim Eintritt, sondern höchstenfalls beim Austritt zahlen werde. Das Ganze wieder begleitet mit verbalen Attacken gegen das städtische Personal.“

Vom Gemeinderat beschlossene Badeordnung

Die Freibadkantine ist zur Gänze im Freibadgelände integriert und ein Zutritt in diese öffentliche Anlage ist ausschließlich über den Kassenbereich mit Eintrittskreuz vorgesehen. Die Ortschefin weißt auf die gültige Badeordnung, einstimmig beschlossen vom Gemeinderat der Stadtgemeinde Kirchdorf am 26.06.2014, hin: „Die Benützung der gesamten Badeanlage unterliegt der gültigen Badeordnung. Diese bildet die Grundlage für den Betrieb der städtischen Badeanlage und regelt unter anderem, dass die Badegäste mit Lösung der Eintrittskarte rechtsverbindlich die Badeordnung sowie die Anordnungen der städtischen Aufsichtsorgane (Badepersonal) anerkennen. Unser Badepersonal ist seit jeher angewiesen, unter anderem die Einhaltung der Badeordnung durch unsere Gäste zu beobachten und notfalls von diesen einzufordern.“

Keine separate Entscheidung

Im gegenständlichen Fall sei daher keine separate Entscheidung von ihr als Bürgermeisterin zu treffen gewesen. Die Angelegenheit unterliege, laut Pramberger, ohnehin dem Regulativ der Badeordnung. „Alle Gegebenheiten, wie sie das Freibad Kirchdorf für Pächter des Freibadbuffets vorgibt, wurden bereits in der Erstbesprechung mit unserem neuen und sehr engagierten Pächter im Vorjahr vor Abschluss des Pachtvertrages besprochen. Jahrzehntelange Zufriedenheit der Badegäste, insbesondere unserer Familien, die sich durch ihre Besuche mustergültig mit der Bade- und Tarifordnung einverstanden erklären, sprechen darüber hinaus wohl für sich. Daran soll sich auch künftig nichts ändern“, erklärt die Bürgermeisterin und betont: „Alle übrigen von Stadtrat Günther Schachner und Fraktionsobmann Christoph Colak formulierten Umstände, Ausreden und Annahmen sind von diesen ausgeschmücktes Beiwerk einer für mich unverständlichen Aufregung, die wieder einmal in Populismus par excellence gipfelt.“

Kommentar verfassen



Bürgerinitiative „Lebenswerte Innerrosenau“

ROSENAU AM HENGSTPASS. Die geplante Recyclinganlage auf der Schottergrube in der Innerrosenau bringt nach wie vor Unruhe in das Seitental des Hengstpasses.

ÖGB Kirchdorf gibt Tipps zum Praktikum

BEZIRK KIRCHDORF. Wer einen der begehrten Ferienjobs oder eine der Praktikums-Stellen ergattert hat, sollte spätestens jetzt einige Fragen klären, weiß Andreas Hubauer, ÖGB-Regionalsekretär in Kirchdorf. ...

Andreas Rosensteiner ist neuer Leiter der ARGE Wirtschaftsbund-Senioren im Bezirk Kirchdorf

STEINBACH AN DER STEYR/BEZIRK KIRCHDORF. Andreas Rosensteiner sen., Unternehmer aus Steinbach an der Steyr ist der neue Leiter der ARGE-Wirtschaftsbund-Senioren im Bezirk Kirchdorf.

Franz Kemmetmüller bleibt FPÖ-Ortsparteiobmann in Windischgarsten

WINDISCHGARSTEN. Kürzlich fand im Gasthof Kemmetmüller in Windischgarsten der gemeinsame FPÖ-Ortsparteitag von Windischgarsten und Edlbach statt. 

Maschinenring Mitarbeiter sind oft Retter in der Not

BEZIRK KIRCHDORF. Der Maschinenring lud über die Bezirksbauernkammer Kirchdorf alle Ortsbäuerinnen und Ortsbauernobmänner zu einem Informationsfrühstück ein. Oft gibt es viel Arbeit und zu wenig verfügbares ...

Kindergarten Rosenau: Feuerwehr und Rotes Kreuz besucht

ROSENAU AM HENGSTPASS. Die 19 Kindergartenkinder aus Rosenau besuchten die Freiwillige Feuerwehr Rosenau und die Mitarbeiter der Rot-Kreuz-Dienststelle Windischgarsten, um mehr über die Arbeit der Einsatzkräfte ...

Kremstalvolleys nehmen an neuer „Austrian Beach Volleyball League“ teil

KREMSMÜNSTER/OÖ. Mit der Öffnung des Sports startete auch das Pilotprojekt „Austrian Beach Volleyball League“ in Oberösterreich. Unter den zahlreichen motivierten Teilnehmern befindet sich auch ...

Abenteuerberg Wurbauerkogel um Sommerrodelbahn bemüht

WINDISCHGARSTEN. Schon jetzt ist der Andrang auf den Abenteuerberg Wurbauerkogel groß. Ob Kletterpark, Alpine Coaster, die Trails des Bikeparks, ein Besuch im Panoramaturm oder eine Tour durch den 3D-Bogenparcour, ...