Kremsmünster ist Pilotgemeinde: „Elektronischer Identitätsnachweis ID Austria (E-ID)“ statt „Bürgerkarte“

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Monika Kohlmannhuber vom Bürgerservice der Gemeinde Kremsmünster (r.) und Ilse Rohrauer-Greistorfer, die Leiterin des Bürgerservice bei der BH Kirchdorf, ermöglichen bereits jetzt den Umstieg auf die ID Austria. Im Bild mit den Apps "Digitales Amt" und "Grüner Pass". (Foto: Marktgemeinde Kremsmünster)
Monika Kohlmannhuber vom Bürgerservice der Gemeinde Kremsmünster (r.) und Ilse Rohrauer-Greistorfer, die Leiterin des Bürgerservice bei der BH Kirchdorf, ermöglichen bereits jetzt den Umstieg auf die ID Austria. Im Bild mit den Apps "Digitales Amt" und "Grüner Pass". (Foto: Marktgemeinde Kremsmünster)
Susanne Winter, MA Susanne Winter, MA, Tips Redaktion, 02.08.2021 19:09 Uhr

KREMSMÜNSTER. Statt der „Bürgerkarte“ kommt ab Herbst der “Elektronische Identitätsnachweis (E-ID)„. Das Bundesministerium hat nur wenige Gemeinden in Österreich für das Pilotprojekt “E-ID„ auserkoren. Kremsmünster ist wie üblich im E-Government-Umfeld dabei und bietet nun seit Juli 2021 die E-ID als Standard ihren Kunden an. 

„In den vergangenen Monaten haben wir durch die großartigen Möglichkeiten der E-Signatur hunderte Handy-Signaturen ausgestellt. Ab sofort bringen wir die neue Generation der Signatur auf das Mobiltelefon: den Elektronischen Identitätsnachweis (E-ID) in Form der ID Austria. Die Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf ist uns als Pilot-BH sehr zur Seite gestanden“, freut sich Kremsmünsters Amtsleiter Reinhard Haider über den nächsten Innovationsschritt im elektronischen Arbeiten. Bürger benötigen nur den Lichtbildausweis, ein aktuelles Passfoto und das Smartphone mit der installierten App „Digitales Amt“.

Digitale Nutzung

Kurz gefasst ermöglicht es die ID Austria ab Herbst 2021 allen Bürgern, die eigene Identität gegenüber digitalen Anwendungen und Diensten nachzuweisen (Ausweisfunktion) und stellt eine Weiterentwicklung der Bürgerkarte und Handysignatur dar. Darüber hinaus kann man wie bisher schon digitale Dokumente der handschriftlichen Unterschrift gleichgestellt unterschreiben, digitale Amtsservices und Services der Wirtschaft nutzen ohne persönlich vorsprechen zu müssen, den E-Postkasten öffnen und als ein Login für mehrere Anwendungen verwenden (oesterreich.gv.at, finanzonline.at, usp.gv.at, gesundheit.gv.at, meinesv.at). Auch soll die ID Austria bald zum Beispiel Meldedaten aufweisen, wodurch sich neue Einsatzmöglichkeiten eröffnen sollen: So wird geplant, dass man beispielsweise künftig den Führerschein am Handy speichern kann. Das alles ist kostenfrei und spart bei Amtswegen oft bis zu 40 Prozent der Antragsgebühren.

Normalbetrieb ab Herbst 2021

Der Normalbetrieb startet im Herbst 2021. Ab da ist die ID Austria dann bei allen Passbehörden sowie ermächtigten Gemeinden erhältlich. Wer einen neuen Pass beantragt wird automatisch die ID Austria erhalten, außer es wird vom Kunden ausdrücklich abgelehnt. Die Handysignatur wird durch die ID Austria ersetzt, spätestens nach dem Ablauf des Handysignatur-Zertifikates, das genau fünf Jahre Gültigkeit hat.

Von der Handysignatur auf ID Austria umsteigen oder neu registrieren lassen

„Corona hat die Digitalisierung wesentlich beschleunigt, die Handysignaturbesitzer nahmen um die Hälfte zu, auch weil der Einstieg in das ELGA-Portal zum Ausdruck des Impfnachweises nur mit E-Signatur möglich ist und das wiederum die Vorstufe zum EU-konformen Grünen Pass ist. Die europäische Initiative zur einheitlichen elektronischen Signatur läuft bereits seit 2014. Es ist ein Zufall, dass gerade jetzt die legistischen und technischen Voraussetzungen zur Umsetzung der eIDAS-Verordnung in ganz Europa fertig sind, in Österreich mit der ID Austria. Empfehlung: spätestens im Herbst 2021 von der Handysignatur auf ID Austria umsteigen oder neu registrieren lassen“, sagt Amtsleiter Reinhard Haider.

Weitere Infos unter www.id-austria.gv.at

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