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Bürgermeister Gerhard Obernberger: "Wir wollen die aktive Mobilität in Kremsmünster fördern"

Susanne Winter, MA, 31.05.2022 07:05

KREMSMÜNSTER. Seit zwölf Jahren lenkt Gerhard Obernberger die Geschicke als Bürgermeister (ÖVP) in Kremsmünster. Mit Tips sprach er über aktuelle Gemeindethemen und Herausforderungen der Zukunft.

Kremsmünster hat zahlreiche schöne Plätze zu bieten, wie die Schacherteiche. (Foto: Max Habich)
Kremsmünster hat zahlreiche schöne Plätze zu bieten, wie die Schacherteiche. (Foto: Max Habich)

Tips: Wie weit ist der Bau der Greiner-Brücke fortgeschritten?

Gerhard Obernberger: Wir liegen gut im Zeitplan. Mitte August wird die neue Brücke befahrbar sein.

Tips: Wann wird das Musikheim aufgestockt?

Obernberger: Aufgrund einer 45-prozentigen Preissteigerung wird es im Herbst eine neue Ausschreibung geben. Ich hoffe, dass die Arbeiten nächstes Jahr durchgeführt werden können.

Tips: Was passiert beim Kindergarten Markt?

Obernberger: Eine Analyse hat ergeben, dass ein Neubau nicht viel mehr als eine Sanierung kostet. Mein Vorschlag an den Gemeinderat wird sein, einen Architekten-Wettbewerb auszuschreiben. Im Konzept soll nicht nur die Gestaltung des Gebäudes, sondern auch das Umfeld enthalten sein.

Die nächste Priorität – nach dem Kindergarten – hat ein neuer Fußballplatz. Der Standort soll demnächst fixiert werden.

Tips: Wie laufen die Bauarbeiten beim Bahnhof?

Obernberger: Wir rechnen mit einer Fertigstellung im Herbst 2023. Neben der Park & Ride- Anlage soll auch ein überdachtes Wartehaus für die Bushaltestelle gebaut werden. Ob wir auch ein öffentliches WC errichten, muss gemeindeintern noch abgestimmt werden.

Tips: Als erste in ganz Oberösterreich hat die Marktgemeinde Kremsmünster eine erneuerbare Energiegemeinschaft gegründet. Was ist die Idee dahinter und welche Ziele werden damit verfolgt?

Obernberger: Der Verein „unsere Energie Kremsmünster“ ist eine regionale Energiegemeinschaft. Damit sind wir erweiterungsfähig und können ab Herbst Produzenten und Nutzer in ganz Kremsmünster einbeziehen. Es laufen bereits Gespräche mit zwei Wasserkraftwerksbetreibern, die Interesse an einer Einspeisung haben. Zudem überlegen wir auch, weitere PV-Anlagen zu errichten. Unser Ziel ist es, langfristig stromautark zu werden.

Tips: Was steht sonst noch auf der Agenda?

Obernberger: Wir wollen die aktive Mobilität fördern. Dazu laufen bereits Projekte in den Schulen und Kindergärten. Der neue Mobilitätsausschuss beschäftigt sich mit der Attraktivierung der Alltagswege, sodass sie öfter mit dem Rad oder zu Fuß genutzt werden. Ein neuer Ortsplan gibt einen guten Überblick. In Zukunft wollen wir uns auch mit der Sicherheit dieser Wege beschäftigen.

Seit dem Frühjahr gibt es einen Gestaltungsbeirat. Drei Architekten beraten die Gemeinde und Bauwerber für Projekte im Ortszentrum.

Tips: Was ist Ihr Lieblingsplatzerl in der Gemeinde?

Obernberger: Dort, wo ich Menschen treffen kann. Am meisten halte ich mich im Gemeindeamt auf, da kann ich am meisten gestalten. Ich bin sehr gerne zu Hause am Bauernhof. Da finde ich einen guten Ausgleich und bekomme den Kopf frei.


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