70 Millionen Euro für das Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf Steyr

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Sophie Kepplinger Tips Redaktion Sophie Kepplinger, 05.07.2022 18:01 Uhr

KIRCHDORF AN DER KREMS/STEYR. Das Pyhrn Eisenwurzen Klinikum (PEK) der Oberösterreichischen Gesundheitsholding macht sich fit für die Zukunft: Mit einer Investition von rund 70 Millionen Euro wird an den Standorten Steyr und Kirchdorf umgebaut, renoviert und saniert.

„Was hier entwickelt wird, ist kein Wunsch-, sondern ein Bedarfsprogramm“, betont Franz Harnoncourt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Oberösterreichischen Gesundheitsholding GmbH (OÖG), bei der Präsentation des Bauvorhabens im PEK Kirchdorf. Bis Ende 2028 sollen insgesamt rund 70 Millionen Euro in die beiden Spitalsstandorte fließen: 22 Millionen Euro sind für Kirchdorf, 48 Millionen Euro für den Standort Steyr eingeplant. Eine solche „Investition in die Gesundheit“ sei dabei allerdings nie unter dem Kostenaspekt zu betrachten, sondern als „Investition in die Zukunft“, so Gesundheitsreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander. Denn vor allem die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass eine gut funktionierende, regionale Gesundheitsvorsorge unabdingbar sei.

Medizin entwickelt sich stetig weiter

„Bauvorhaben in Krankenhäusern sind eine Notwendigkeit. Die Medizin entwickelt sich stetig. Manche Bereiche im Krankenhaus müssen nach 20 Jahren nicht nur deshalb erneuert werden, weil sie in die Jahre gekommen sind, sondern weil sie schlicht nicht mehr den technischen Standards entsprechen“, sagt der Ärztliche Direktor des PEK, Michael Hubich. Eine Investition dieser Größe sei ein klares Bekenntnis zu beiden Standorten und „eine Chance, sich baulich und funktionell auf den neuesten Stand weiterzuentwickeln“, ergänzt Harnoncourt.

Erkenntnisse aus der Covid-19 Bewältigung fließen mit ein

„Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass es wichtig ist, darauf Rücksicht zu nehmen, wie die Wege von Infektions- und Normalpatienten getrennt werden können“, sagt Hubich. Dadurch, dass die Bevölkerung immer älter werde, gebe es auch immer mehr Menschen, die es vor Infektionskrankheiten zu schützen gelte. „Das ist ein wesentlicher Punkt bei den Bauarbeiten an den beiden Standorten: Dort, wo es notwendig ist, brauchen wir Wege, um Patienten sicher behandeln zu können – ohne dass sich jemand ansteckt“, so der Ärztliche Direktor.

Der Masterplan für Kirchdorf

Im PEK Kirchdorf wird bereits seit Frühling an der neuen Küche gebaut – und das ist nur ein Teilbereich des 22 Millionen Euro intensiven Vorhabens. Bis Ende 2028 sind auf rund 6.550 Quadratmetern mehrere Stationen, Ambulanzen und Verwaltungsbereiche vom Umbau betroffen. Neben der Küche wird auch der Bereich der Physikalischen Medizin und Rehabilitation generalsaniert.

Zudem sind neue Bettenkapazitäten für die Bereiche Palliativ sowie für Remobilisation und Nachsorge Teil des Bauvorhabens. Unter anderem wird auch der Ambulanzbereich auf Basis der Pandemie-Erkenntnisse angepasst, eine Leitstelle und Wartezone für den Bereich der Endoskopie geschaffen und ein Schnittbildzentrum im CT-Bereich zugebaut. Zusätzliche Räume wird es auch für die Schmerz- und Anästhesieambulanz geben.

Der Masterplan für Steyr

Bis 2028 werden am Standort Steyr rund 48 Millionen Euro in die Infrastruktur und in den Ausbau von Haus 1 investiert. Das Bauvorhaben umfasst einen Zubau im Norden vom Erdgeschoß bis hin zum zweiten Obergeschoß, den Umbau des Zentral-OP, der Tagesklinik, der Anästhesie und Überwachung, der Notfallversorgung und des Hubschrauberlandeplatzes auf dem Dachgeschoß. „Zukünftig soll die Notfallversorgung im Haus 1 zentralisiert werden“, sagt Hubich.

Operation „Umbau“

Der neue Zentral-OP-Bereich im Haus 1 wird sieben OP-Säle für die operative Versorgung stationärer Patienten umfassen. Fünf davon sind Standard-OP-Säle, dazu kommen ein größerer Hybrid-OP und ein Robotik-Saal. Zusätzlich sind zwei tagesklinische OP-Säle vorgesehen – in diesem Bereich werden künftig mehr Patienten erwartet. „Die Tagesklinik wird mit spezialisierten Teams aus Medizin und Pflege betrieben. Alle Abläufe und Verfahren werden auf das tagesklinische Setting angepasst“, sagt Pflegedirektorin Walpurga Auinger.

Versorgung trotz Bauarbeiten sichergestellt

In den kommenden Jahren wird also in Steyr und Kirchdorf umgebaut, saniert und renoviert. „Der Betrieb und die Versorgung sollen aber zu jeder Umbauphase sichergestellt sein“, betont Hubich.

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