Susanne Winter, MA Tips Redaktion Susanne Winter, MA, 05.10.2022 18:02 Uhr

ALMTAL. 61 Kleinwasserkraftwerke erzeugen entlang des Almflusses zwischen Grünau (Bezirk Gmunden) und Fischlham (Bezirk Wels-Land) Strom für die Region.

Die Alm fließt als Abfluss des Almsees von Grünau im Almtal bis Fischlham, wo sie in die Traun mündet. Viele größere und kleinere Zuflüsse machen aus der Alm einen breiten Gebirgsfluss mit auch im Sommer verhältnismäßig kaltem Wasser.

Wasserkraft mit Geschichte

Bereits über Jahrhunderte hinweg lässt sich die Nutzung der Wasserkraft in der Region des Almtals belegen. Die Wasserkraft der Alm wurde für Mühlen, Sägewerke und Sensenhämmer genutzt. Das Wasser wurde dabei meistens über Triebwasserkanäle oder Mühlbäche, die ursprünglich oft Seitenarme darstellten, ausgeleitet. Die Sensenwerke an der Alm wurden später zu großen Betrieben, in denen alle Produktionsstufen von der Erzeugung bis zum Schleifen und Verpacken vereint waren. Sie bestanden bis ins 19. Jahrhundert. Mit dem Einsetzen der Industrialisierung wurden Elektrizitätswerke errichtet.

Strom von 61 Kraftwerken

Heute befinden sich auf einer Länge von 48 Flusskilometern 61 Kleinwasserkraftwerke, die zusammen 50.322,12 Megawattstunden Ökostrom pro Jahr für die Region und den Eigenbedarf produzieren und eine Leistung von 10.531,8 Kilowatt aufweisen. Somit zählt der Almfluss zu den durch Wasserkraft meist genutzten Fließgewässern in Österreich. Der Verbrauch des durchschnittlichen Haushalts beträgt aktuell rund 3.600 Kilowattstunden Strom pro Jahr, somit wird für circa 13.880 Haushalte pro Jahr Strom produziert.

Die Reifenmühlstufe ist mit 874 Kilowatt Leistung das größte Kraftwerk an der Alm und produziert circa 4.195,2 Megawattstunden pro Jahr.

Regionale Stromgewinnung

Einer der Ökostromerzeuger im Almtal ist die Firma K.u.F. Drack in Pettenbach. Das Unternehmen erzeugt schon seit über 100 Jahren Strom aus Almtaler Kleinwasserkraft und betreibt mittlerweile neun Kleinwasserkraftwerksanlagen an der Alm in den Gemeinden Scharnstein, Pettenbach und Vorchdorf. Pro Jahr erzeugt K.u.F. Drack rund elf Gigawattstunden und liefert Ökostrom in die Haushalte.

Geschäftsführer Stefan Drack berichtet, dass die Nachfrage nach Strom aus Wasserkraft derzeit hoch sei und ist überzeugt, dass die regionale Stromgewinnung ein Schlüssel zur Nachhaltigkeit der Zukunft sei. „Wir werden als Gesellschaft nutzen müssen, was wir zur Verfügung haben, wenn wir ausschließlich regenerative Energie nützen wollen.“ K.u.F. Drack evaluiert derzeit mögliche Standorte für den Ausbau bestehender Anlagen beziehungsweise den Bau neuer Kleinkraftwerke. „Allerdings ist die Alm bereits einer der mit Kleinkraftwerken am besten ausgebauten Flüsse in Österreich. Bezüglich neuer Standorte stellt sich immer die Frage, ob diese wirtschaftlich und verträglich umsetzbar sind“, erklärt Stefan Drack.

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