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ROSSLEITHEN. Mit ihrem Projekt „Wassernutzung damals – innovative Nutzung heute“ holte sich die Gemeinde Roßleithen den zweiten Platz bei der Verleihung des Neptun Wasserpreises des Landes Oberösterreich. Das eingereichte Projekt beschreibt einen 1,3 Kilometer langen Themenweg zur historischen Wassernutzung in Roßleithen.

Arthur Rohregger, Bernadette Hüttner-Aigner, Bürgermeister Kurt Pawluk, Klima-Landesrat Stefan Kaineder und Herbert Humpl (v. l.) (Foto: Land OÖ/Ernst Grilnberger)

Im Jahr 1540 nutzte die Firma Schröckenfux erstmalig die Wasserkraft zur Produktion von Sensen, auch heute noch verwendet die Firma den Pießlingbach für die Strom- und Sensenproduktion. In ihrer Ursprünglichkeit erhalten sind die Herrenhäuser und Werksgebäude, in weiterer Folge gelangt man direkt zum sogenannten Schauhammer (Schwanzhammer). Ein wunderschönes und bekanntes Fotomotiv ist der sogenannte „Waldhammer“, wo die Wassermassen über einen Fluder wieder in das Bachbett zurückfließen. Nächste Station ist die voll funktionsfähige Stummermühle, die 1882 als Getreidemühle (Bauernmühle) errichtet wurde und die Wasserkraft auch heute noch nutzt. In den Sommermonaten wird einmal pro Woche beziehungsweise nach Absprache die Mühle in Betrieb genommen. Nach ca. 1,3 Kilometern Wanderstrecke gelangt man zum Quelltopf des Pießling-Ursprungs, eine der größten Karstquellen der Ostalpen mit etwa 2.000 bis maximal 7.000 Liter Schüttung pro Sekunde. Innovativ und nachhaltig ist die Trinkwasserversorgung durch die moderne Ultrafiltrationsanlage mit fünf Liter pro Sekunde für die Gemeindebürge von Roßleithen, die ebenfalls von der Pießling versorgt wird. „Ich gratuliere der Gemeinde Roßleithen zum zweiten Platz beim Wasser-Staatspreis Neptun in OÖ. Das eingereichte Projekt spannt den Bogen von der historischen Nutzung von Wasserkraft bis zur Gegenwart“, freut sich der für Wasser zuständige Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.

Das Preisgeld von 1.000 Euro soll nun in den Bau der neuen Aussichtsplattform beim Pießling Ursprung fließen, berichtet Bürgermeister Kurt Pawluk (SPÖ). „Die Auszeichnung kam sehr überraschend, wir freuen uns riesig“, so der Bürgermeister.


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