Gemeinde Kremsmünster setzt klares Bekenntnis zur Gleichstellung
KREMSMÜNSTER. In der vergangenen Gemeinderatssitzung wurde das erste Gleichstellungsprogramm der Gemeinde Kremsmünster präsentiert und einstimmig beschlossen. Damit setzt die Gemeinde fraktionsübergreifend ein klares Bekenntnis zur Gleichstellung der Geschlechter innerhalb der Marktgemeinde Kremsmünster.

Gemäß dem Oö. Gleichbehandlungsgesetz haben alle Gemeinden ein Gleichstellungsprogramm zu erarbeiten – mit dem Ziel, eine Ausgewogenheit zwischen den Geschlechtern, beispielsweise hinsichtlich Organisationseinheiten und Funktionsgruppen, zu erreichen und Benachteiligungen aufgrund des Geschlechtes zu verhindern. Sieben Projektgruppenmitglieder innerhalb der Gemeindeverwaltung beschäftigten sich intensiv mit Themen wie Personalverfahren, beruflicher Aufstieg, Führungspositionen, Aus- und Weiterbildung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Arbeitsumfeld, sowie geschlechtergerechte Sprache.
Geschlechtergerechte Sprache innerhalb und außerhalb der Gemeinde
Gemeinsam wurde ein kompaktes Gleichstellungsprogramm für die Marktgemeinde Kremsmünster erarbeitet. Die Bedeutung dieses Programms wurde durch die einstimmigen Beschlüsse aller zuständigen Gremien – Personalbeirat, Gemeindevorstand und Gemeinderat – unterstrichen. Nicht nur die Gleichstellung ist ein wichtiges Thema für die rund 70 Mitarbeiter der Gemeinde, sondern auch die Sprache. Daher wurde auch die „Geschlechtergerechte Sprache“ innerhalb und außerhalb der Gemeinde fixiert. Unter anderem wird das Binnen-I nicht mehr verwendet und auch der Doppelpunkt nur in Spezialmedien angewandt. Damit bleiben alle Texte und Schriften gut lesbar und alle Geschlechter finden sich wieder.
Bürgermeister Gerhard Obernberger und Personalreferentin Vbgm. Dagmar Fetz-Lugmayr freuen sich gemeinsam über diesen Schritt: „Ein großes Danke an alle Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, die sich dieses Themas angenommen und ein zukunftsweisendes Programm entwickelt haben. Es ist ein weiterer Baustein der positiven Entwicklung unserer Gemeindeverwaltung und ein Leitfaden der Personalentwicklung im respektvollen Umgang miteinander.“
Amtsleiter Reinhard Haider Teil der Oö. Gleichstellungskommission für die Landesverwaltung und alle Oö. Gemeinden
Bei der Gemeinderatssitzung merkte Bürgermeister Gerhard Obernberger noch erfreut an, dass Amtsleiter Reinhard Haider von der Oö. Landesregierung in die Oö. Gleichstellungskommission für die Landesverwaltung und alle Oö. Gemeinden entsendet wird. Auch ein Zeichen der Wertschätzung und Stellung als Vorbildgemeinde. Als Dienstvorgesetzter von 70 Mitarbeiter freut sich auch Reinhard Haider: „Wir leben das schon lange, nun ist es auch in Worte gefasst.“


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