BEZIRK. Die von Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) präsentierte Klimabilanz und die Wettermess-Station in Kremsmünster zeigen im jahr 2025 einen deutlichen Temperaturanstieg. Gemeinden im Bezirk Kirchdorf präsentieren ihre Umweltschutz-Projekte.
An der meteorologischen Messstation beim Stift Kremsmünster lag die durchschnittliche Jahrestemperatur 2025 bei 10,8 Grad Celsius. Im Referenzzeitraum 1961 bis 1990 betrug sie noch 8,8 Grad. Damit war das Jahr 2025 um rund zwei Grad wärmer als früher. Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) betont, OÖ müsse weniger Emissionen und mehr erneuerbarer Energie erzeugen und den Schutz sensibler Naturräume verstärken.
Bienenwiesen in Windischgarsten
Auf Gemeindeebene wird bereits gehandelt: Bürgermeister von Windischgarsten Bernhard Rieser (SPÖ) erklärt: „Als zertifizierte bienenfreundliche Gemeinde haben wir im Ortsgebiet ausgewiesene Flächen (mit Wildblumen) angelegt, die wichtige Nahrung für Bienen und andere Insekten bieten.“ Im Winter werden die örtlichen Straßenlaternen zwischen Mitternacht und vier Uhr früh gedimmt, um so wenig Tiere wie möglich zu stören.
Orchideenwanderungen in Micheldorf
Micheldorf setzt auf Bewusstseinsbildung: „Der Landschaftspflegeverein 'Bergmandl' organisiert im Himmelreichbiotop botanische Führungen, bei denen Besucher die heimische Pflanzenwelt kennenlernen können. Besonders bekannt sind die 'Orchideenführungen'“, informiert Claudia Radinger, Obfrau des Umweltausschusses.
Solarenergie in Kirchdorf
Die Bezirkshauptstadt hat in den vergangenen Jahren auf den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf Dächern städtischer Gebäude gesetzt - unter anderem Schloss Neupernstein, Feuerwehr, Kindergarten und Krabbelstube mit insgesamt 220 Kilowatt Leistung. Der erzeugte Strom wird direkt vor Ort genutzt, Überschüsse fließen in eine Energiegemeinschaft und stehen seit Sommer 2025 auch anderen städtischen Einrichtungen zur Verfügung. „ Projekte wie die 'Obststadt' oder die jährliche Flurreinigungsaktion sollen das Bewusstsein für Nachhaltigkeit weiter stärken“, sagt Jakob Weiermair von der Kirchdorfer Stadtverwaltung.
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