Großprojekt in Kirchdorf: Gleichenfeier für erste Bauetappe im Pflichtschulzentrum
KIRCHDORF. Bauhelme statt Schultaschen: In der dritten Februarwoche wurde beim Pflichtschulzentrum Kirchdorf die Gleichenfeier für die erste Bauetappe gefeiert. Vertreter der Gemeinde, des Bauherrn, ausführende Firmen und Arbeiter standen gemeinsam am Rohbau – ein sichtbares Zeichen: Das Großprojekt kommt voran.

Bürgermeister Markus Ringhofer (SPÖ) zeigte sich zufrieden mit dem Fortschritt: Vor einem Jahr habe noch das Zutrauen gefehlt, im Sommer mit den Bauarbeiten starten zu können. „Umso mehr freut es mich, dass wir jetzt die Gleichenfeier für die erste Bauetappe feiern können“, sagte er.
Ein Projekt mit vielen Beteiligten
Die Sanierung und der Umbau gelten aktuell als größtes Schulumbauprojekt in Oberösterreich. Entsprechend groß ist der Aufwand. Stadt, Schulen, Hort, Projektleitung und Gemeindegremien arbeiten eng zusammen.
Ringhofer spricht von einem fordernden Vorhaben. Wichtig sei, dass alle an einem Strang ziehen. „Es geht um die Chancen und die Bildungszukunft unserer Kinder“, betont der Bürgermeister.
Nächstes Ziel: Einzug im Herbst
Ganz fertig ist man noch lange nicht. „Es liegt noch ein großes Stück Weg vor uns“, so Ringhofer. Gleichzeitig sei auf der Baustelle viel Zusammenhalt spürbar. Auch die nötige Flexibilität sei gegeben.
Das nächste Ziel ist klar: Mit Schulbeginn im Herbst soll ein Teil der Schüler und Pädagogen der Kreativ-Musikmittelschule in die neuen Räume einziehen. Neue Orte für Bildung, Begegnung und Musik entstehen Schritt für Schritt.
Bevölkerung soll mitreden
Parallel zu den Bauarbeiten will die Stadt auch die Bevölkerung einbinden. Themen sind etwa die Außengestaltung, die Nutzung der Turnsäle oder das Umfeld des Schulkomplexes.
Geplant ist außerdem eine kombinierte Bibliothek. Schulbüchereien und städtische Bücherei sollen unter einem Dach zusammengeführt werden.
31,5 Millionen Euro Investition
Geplant wurde das Projekt von den Architekten der pora architekten zt gmbh. Betreut wird es von der LAWOG.
Die Gesamtinvestition beträgt rund 31,5 Millionen Euro. 78 Prozent kommen als Fördermittel vom Land Oberösterreich. 22 Prozent tragen die Stadt Kirchdorf und jene Nachbargemeinden, deren Kinder die Schulen besuchen.
Hintergrund
Umgesetzt wird das Vorhaben in vier Bauetappen. Der entsprechende Beschluss fiel im Gemeinderat im September 2024. Im April 2025 wurden Bauaufträge in Höhe von mehr als 18 Millionen Euro vergeben – ein kräftiger Impuls für regionale Betriebe.
Der offizielle Spatenstich erfolgte Ende Juni 2025 im Rahmen der Feier zu 50 Jahren Stadterhebung. Mit dabei waren unter anderem Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander und Landesrat Martin Winkler.
Jetzt wurde mit der Gleichenfeier der nächste Meilenstein gesetzt. Die Baustelle läuft. Und mit ihr wächst Schritt für Schritt das neue Pflichtschulzentrum für Kirchdorfs Kinder.


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