Ein Jahr im Amt: FPÖ-Klubobmann Thomas Dim über Herausforderungen, Erfolge und Sorgen der Betriebe im Bezirk Kirchdorf
BEZIRK KIRCHDORF. Seit knapp einem Jahr ist Thomas Dim Klubobmann der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) im oberösterreichischen Landtag. Im Rahmen einer Bezirkstour machte der 61-Jährige nun auch im Bezirk Kirchdorf Station und traf sich im Gasthaus Pfandl in Pettenbach mit Medienvertretern zum Gespräch.

Vor der Pressekonferenz standen mehrere Unternehmensbesuche auf dem Programm. Gemeinsam mit dem Kirchdorfer FPÖ-Bezirksparteiobmann und Pettenbacher Vizebürgermeister Michael Gruber besuchte Dim unter anderem die Etzi Group in Ried im Traunkreis sowie Betriebe in Pettenbach wie Hartner Aggregate & Industrietechnik, die Johann Strauss GmbH und das Bartlhaus. Ziel der Tour sei es, „direkt mit Unternehmern ins Gespräch zu kommen und zu hören, wo der Schuh drückt“, erklärte Dim.
Drei zentrale Sorgen der Betriebe
Der Tenor sei dabei in ganz Oberösterreich ähnlich. „Die Unternehmer nennen im Grunde überall die gleichen drei Probleme: hohe Energiekosten, zu viel Bürokratie und den Fachkräftemangel“, fasste Dim zusammen. Besonders der Verwaltungsaufwand bei Bauverfahren oder Genehmigungen werde von vielen Betrieben als belastend empfunden. Viele wollten „keine Interpretationsspielräume, sondern klare Richtlinien und direkte Ansprechpartner“, sagte der Klubobmann.
Auch energiepolitisch brauche es verlässliche Rahmenbedingungen. Der Markt müsse sich grundsätzlich selbst regulieren können, gleichzeitig sei man „ein Verfechter von Förderungen“, um Betriebe zu entlasten. Ein weiterer Ansatzpunkt - vor allem hinsichtlich des Fachkräftemangels - sei laut Dim beispielsweise eine attraktivere Besteuerung von Überstunden: „Jene Bürger, die täglich und in Vollzeit arbeiten, sollen entlastet werden.“
Rückblick auf ein Jahr als Klubobmann
Seit dem 1. April 2025 steht Dim an der Spitze des FPÖ-Landtagsklubs. Eine der größten Herausforderungen sei jedes Jahr die Budgeterstellung im Dezember. „Da geht es darum, viele Ideen und Wünsche unter einen Hut zu bringen“, sagte er. Gleichzeitig müsse man große Infrastrukturprojekte vorantreiben – von der Erhaltung des Straßennetzes über Umfahrungen bis zum Ausbau von Radwegen und Regionalbahnen. „Das zu jonglieren ist anspruchsvoll, aber auch schön und eine spannende Aufgabe, weil man sieht, dass etwas entsteht.“
Als Errungenschaften für Projekte aus dem FPÖ-Ressort nannte Dim beispielsweise die Linzer Stadtbahn, die „jetzt wirklich 'auf Schiene ist'“, sowie den Abschluss des Behördenverfahrens zur neuen Mauthausner Brücke.
Themen auch im Bezirk Kirchdorf
Bezirksparteiobmann Gruber verwies beim Termin auch auf regionale Themen. Als Feuerwehrsprecher im Landtag habe man etwa Verbesserungen bei Wasser-Entnahmestellen für Feuerwehren erreicht. Außerdem zeigte er sich erleichtert, über die laufenden Gespräche des Betreibers des Skigebiets Kasberg mit der Oö Seilbahnholding.
Am Abend setzte die FPÖ ihre Bezirkstour in der Bezirksparteigeschäftsstelle in Inzersdorf fort, wo langjährige Mitglieder geehrt wurden.


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