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INZERSDORF. Sikawild wurde im Vorjahr von der EU als invasive Art eingestuft. Bis Ende August 2027 sollen rund 7.000 Tiere erlegt werden. Betroffen ist auch die Familie Pichler aus Inzersdorf.

Bio-Sikawildhof der Familie Pichler in Inzersdorf. (Foto: Gerhard Hütmeyer)
  1 / 6   Bio-Sikawildhof der Familie Pichler in Inzersdorf. (Foto: Gerhard Hütmeyer)

Sikawild wurde um 1900 unter Kaiser Franz Joseph aus Japan nach Österreich gebracht. Die einzige frei lebende Population befindet sich in den Donau-Auen, rund 6.500 Tiere leben in Gehegen bei rund 250 Betrieben.

Im Jahr 2016 haben Anita und Andreas Pichler aus Inzersdorf den elterlichen Hof übernommen und im Jahr  2018 haben sie sich dazu entschlossen, die Landwirtschaft wieder selbst nachhaltig und biologisch zu führen.

Nach langen Überlegungen und vielen Betriebsbesichtigungen haben sich die beiden für Sikawild entschieden. Seither tummeln sich rund 60 Stück in einem 4,5 Hektar großen Gehege. Überzeugt hat letztendlich das geschmackvolle qualitativ hochwertige Fleisch.

Hoffen auf Ausnahmeregelung

In Oberösterreich gibt es 55 Sika-Wildbauern, die es auch weiterhin bleiben wollen. Für manche von ihnen ist die Verordnung existenzgefährdend. Der wirtschaftliche Schaden ist jedenfalls groß, er wird in Oberösterreich auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt.

Die Sika-Wildbauern hoffen jetzt auf eine Ausnahmereglung und werden dabei von der Landwirtschaftskammer unterstützt. Eine entsprechende Petition kann man unter  bit.ly/sikawild unterzeichnen.


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