Kaineder: „Der Klimaschutz muss Thema Nummer eins werden“
OÖ/KIRCHSCHLAG. Seit vergangenen Donnerstag ist er angelobt, diese Woche begann seine erste Arbeitswoche als Landesrat. Was Stefan Kaineder bei seiner Arbeit besonders wichtig sein wird, hat er im Gespräch mit Tips erzählt.

Vergangene Woche wurde der aus Kirchschlag stammende Stefan Kaineder als neuer Landesrat – und damit als Nachfolger für den nach Wien gewechselten Rudi Anschober – angelobt. Er übernimmt damit die Agenden der Integration und des Klimaschutzes von seinem Vorgänger.
Warum der gebürtige Kirchschläger doch nicht in den Nationalrat - wie anfangs gedacht - sondern den Landesrat-Posten übernommen hat, erklärte dieser im Gespräch mit Tips: „Es wäre auch diese Aufgabe eine sehr spannende gewesen, nur im vergangenen Jahr waren viele Dinge nicht planbar bei den Grünen. Dass Rudi Anschober heute Sozialminister der Republik Österreich ist, war nicht vorhersehbar und diese Frage hat sich erst ab Mitte/Ende Dezember gestellt. Da hat sich herauskristallisiert, dass diese Regierungsbeteiligung ernst ist - und die Regierungsmannschaft und -frauschaft hat sich auch herauskristallisiert. Und dann war eigentlich die Frage recht schnell von der Landespartei: Kommst du wieder zurück? Und für mich ist das jetzt eine große Herausforderung aber eine, die ich sehr gern angehe.“
Klimaschutz im Vordergrund
Während sich Kaineder im Bereich der Integration vor allem für den Zusammenhalt im Land einsetzen will, sieht der 35-Jährige das Klima momentan als größte Herausforderung: „Der Klimaschutz muss Thema Nummer eins werden. An dem will ich mit aller Kraft mitarbeiten. Ich habe drei kleine Kinder, die werden alle – wenn nichts Schlimmes passiert – das Jahr 2100 erleben. Und die Wissenschaft sagt uns ziemlich genau, wenn wir jetzt das Ruder nicht herumreißen, was 2100 passieren wird. Und das können wir nicht zulassen, da haben wir eine große Verantwortung und der will ich mich widmen.“
Da sich auch die Bundesregierung den Klimaschutz zum zentralen Thema gemacht habe, würde Kaineder außerdem hoffen, dass sich dies auch auf Oberösterreich auswirken würde. „Die Bundesregierung geht da jetzt mutig voran, ich werde einfordern, dass sich auch die oberösterreichische Landesregierung da anhängt und den Klimaschutz ganz nach vorne schreibt“, betont der 35-Jährige, der in der Landesregierung für die Koordination in Klimaschutzfragen zuständig ist.
Spitzenkandidatur noch offen
Ob Kaineder auch der Spitzenkandidat für die oberösterreichischen Landtagswahlen im Jahr 2021 sein wird, sei laut diesem noch nicht entschieden. „Bei uns hat das gute Tradition, dass die Dinge gewählt werden und das wird auch dieses Mal passieren. Wir haben eine Landesversammlung im Mai und die Herausforderung jetzt in der Landesregierung ist groß genug, dass ich mich einmal darum kümmere.“


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