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BEZIRK ROHRBACH. Zum Schutz für Wachtelkönig und Braunkehlchen arbeiteten Naturschutz und Landwirtschaft in der abgelaufenen Brutsaison zusammen. Dank den Landwirten fällt die Bilanz nicht völlig ernüchternd aus.

Dank Bauern in der Region findet der Wachtelkönig noch einen Lebensraum. Foto: Harald Pfleger
  1 / 3   Dank Bauern in der Region findet der Wachtelkönig noch einen Lebensraum. Foto: Harald Pfleger

Während seine gefiederten Schützlinge wieder auf dem Weg in ihre Winterquartiere in Afrika sind, zieht der Projektverantwortliche Harald Pfleger Bilanz über das Artenhilfsprojekt „Seltene Wiesenbrüter in der Region Böhmerwald“ der oö. Naturschutzabteilung. Fünf Reviere des Wachtelkönigs wurden erhoben. „Im Vergleich zu den letzten Jahren ist dies ein eher unterdurchschnittlicher Wert, der beweist, dass die Vorkommen im Mühlviertel weiterhin von der Population in Südböhmen abhängig sind“, berichtet der freischaffende Ökologe. Erfreulich sei allerdings, dass sich fast alle Bewirtschafter der Brutwiesen auch dafür entschieden haben, diese für den Wachtelkönig länger stehen zu lassen und erst ab 1. August zu mähen.

Bauern mit Herz für die Natur

Angesichts der schwierigen Situation, in der sich die Grünlandbetriebe im Mühlviertel derzeit befinden, sei die Teilnahme an der einjährigen Schutzmaßnahme trotz einer Förderung seitens des Landes Oberösterreich keine Selbstverständlichkeit, betont Harald Pfleger. „Deshalb möchte ich den Teilnehmern, der Familie Kepplinger aus Auberg, Familie Lang aus Haslach und Familie Schauer aus Aigen-Schlägl sowie dem langjährigen Teilnehmer Herrn Grinninger aus Aigen-Schlägl, auch auf diesem Weg herzlich danken – insbesondere natürlich im Sinne unserer Vogelwelt.“

Lebensraum geht verloren

Ein positiver Nebeneffekt war, dass in einer der Wachtelkönig-Wiesen auch ein Braunkehlchenpaar seine Jungen großziehen konnte. Dieser hübsche Brutvogel meist feuchter, spät gemähter Wiesen ist in Oberösterreich am Rande des Aussterbens – Lebensraumverlust und letztlich auch der Klimawandel machen ihm zu schaffen, weiß der Ökologe. In der Region sehe es nicht rosig aus, aber „immerhin konnte im Naturschutzgebiet Stadlau in Klaffer das einzige weitere Vorkommen von zwei bis drei Paaren durch das Aufstellen hunderter Sitzwarten aus Schilfrohr vorerst gesichert werden.“


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