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KLAUS/MOLLN. Täglich fahren rund 18.000 Autofahrer durch die Tunnelkette Klaus auf der A9 Pyhrnautobahn. Der zweiröhrige Ausbau von vier Tunnel soll mehr Sicherheit bieten. Vergangene Woche wurde der Tunnel Klaus im Gemeindegebiet von Molln und Klaus – und damit der letzte Stollen – offiziell durchschlagen.

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Den historischen Durchschlag führten die Tunnelpatinnen Renate Entholzer und Christine Dörfel durch. “Es war für uns als Tunnelpatinnen sehr interessant, wir haben viele Dinge erfahren und wie viele psychische und physische Belastungen die Mineure aushalten müssen. Außerdem sind diese sehr kollegial“, so Tunnelpatin Renate Entholzer. „Für die Region ist es eine bedeutende Sache, dass unsere Gäste sicher in unsere Region kommen können“, betrachtete Christine Dörfel die Vorteile von der Touristischen Seite her. Die Tunnelpatinnen überreichten ein Geschenk an die Mineure als Dank für die geleistete Arbeit.

Die Arbeiten sind bislang gut verlaufen. „Wir hatten keine schweren Unfälle“, berichtet Gernot Brandtner, Geschäftsführer ASFINAG Bau Management GmbH. Jetzt starten die Arbeiten an Fahrbahn und Tunnelinnenschale.

„Die Unfälle im Gegenverkehrsbereich auf der Pyhrnautobahn waren ein großes Problem. Das wird eine spürbare Entlastung für die Bevölkerung sein. Wir werden in einer sehr lebenswerten Gemeinde Klaus die Zukunft erleben“, freut sich der Klauser Bürgermeister Rudi Mayr. Gerhard Deimek, Abgeordneter zum Nationalrat, sieht ebenfalls eine positive Auswirkung für die Region: „Der Transit ist schneller vorbei und jene, die herkommen wollen, sind schneller da.“ Auch Gerald Klug, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie zeigte sich begeistert: „Wir kommen dem Vollausbau der A9 und damit einem rascheren Durchkommen und einem sicheren Verkehr einen großen Schritt näher.“

Modernste Ausstattung

Die neuen Tunnel und im Anschluss auch die bestehenden Röhren erhalten von der ASFINAG die modernste Ausstattung in Sachen Sicherheit. Innovatives Highlight ist das sogenannte akustische Tunnelmonitoring AKUT. Intelligente Mikrofone erkennen untypische Geräusche, wie splitterndes Glas oder quietschende Reifen.

Bis 2018 investiert die ASFINAG 166 Millionen Euro im südlichen Oberösterreich. Durch die neuen Tunnelröhren, wird bereits Ende 2017 der Verkehr rollen. Die bestehenden Tunnel werden saniert und technisch aufgerüstet. Die Gesamtverkehrsfreigabe erfolgt Ende 2018.


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