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KLAUS/STEYRLING. Bürgermeister Rudolf Mayr (SPÖ) sprach mit Tips über aktuelle Projekte in Klaus und Steyrling sowie Ziele der Gemeinde.

Bürgermeister Rudolf Mayr (SPÖ), Foto: Egelseder
Bürgermeister Rudolf Mayr (SPÖ), Foto: Egelseder

Tips:Was sind aktuelle Projekte in Klaus und Steyrling?

Rudolf Mayr: In Klaus gibt es ab Herbst eine Ganztagsvolksschule. 15 Kinder sind bereits angemeldet. Derzeit adaptieren wir die Räumlichkeiten.

Tips:Wie sieht es derzeit im Betriebsbaugebiet aus?

Mayr: Der von der Gemeinde gekaufte Teil des Betriebsbaugebietes Klaus ist ausverkauft. Die Firmen Cardoctor und Leonardo Haus bauen noch dieses Jahr. Zwei weitere Firmen starten nächstes Jahr. Das ist für uns eine Chance auf Kommunalsteuer und wir rechnen mit 30 bis 40 Arbeitsplätzen.

Tips: Was sind Ziele für die Gemeinde?

Mayr: Wir haben in den vergangenen sechs Jahren laut Statistik minus 98 Einwohner verzeichnet. Unser Ziel ist es, dass wir jährlich ein Plus schreiben. Die Voraussetzungen haben wir geschaffen.

Tips:Welche sind das?

Mayr: Es gibt 26 neue Bauparzellen in Klaus. Mir ist bewusst, dass dafür ein Wald – aufgrund der Bereitschaft der Besitzer – geschlägert werden musste, aber wir haben dadurch Bauparzellen für junge Familien geschaffen. Es sind auch noch Restgrundstücke vorhanden. In Steyrling werden wir ebenfalls 15 Bauplätze schaffen.

Tips: Was soll sich in der Gemeinde noch verbessern?

Mayr: Wir wollen leerstehende Wohnungen attraktivieren. Es gibt bereits Jugend-WGs, vielleicht schaffen wir auch barrierefreie Senioren-WGs. Ein Ziel wäre ein betreubares oder barrierefreies Wohnen. Wir wollen den älteren Bürgern ermöglichen, so lange wie möglich in der Gemeinde zu bleiben. Dazu trägt auch der neu gegründete Verein Zeitbank bei.

Tips:Was sind die Herausforderungen der Gemeinde?

Mayr: Die Gemeinde kämpft um den Erhalt des Altstoffsammelzentrums. Wir wollen uns dafür beim Bezirksabfallverband stark machen. Es gibt eine Unterschriftenaktion mit über 1000 Unterschriften.

Tips:Wie sieht die Zukunft der Gemeinde aus?

Mayr: Wenn die Baustellen abgeschlossen sind, wird auch die Lebensqualität steigen und es wird ruhiger. Leider ist die Gemeindefinanzierung Neu eine Entmündigung der Kleingemeinden. Aber wir wollen nicht jammern, sondern aktiv werden. Die gesetzten Maßnahmen wie das Betriebsbaugebiet und die neuen Baugründe sollen die bestehende Infrastruktur wie den Kindergarten in Steyrling und die Schulstandorte Klaus und Steyrling absichern. Wir wollen auch wieder die Zweiklassigkeit der Volksschule Steyrling erreichen. Zudem stärken wir damit die bestehende Gastronomie. Laut den Sparmaßnahmen des Landes müssen auch die Vereinssubventionen rigoros gekürzt werden, gegen den Willen der örtlichen Politik. Mit unseren Maßnahmen sollen wenigstens die Ressourcen und Freiwilligen erhalten bleiben.


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