Ein Radrennen mit Folgewirkung
KLEINZELL. Kaum etwas hat Kleinzell so bekannt gemacht, wie der Granitmarathon. Jedes Jahr lockt das Mountainbike-Spektakel am Pfingstwochenende an die 1.000 Radsportler und unzählige Zuschauer in die Region. Mittlerweile ist die sportliche Großveranstaltung volljährig geworden.

Im Jahr 2000 fand der erste Granitmarathon statt. Als Idee vom damaligen Sportunion-Obmann und jetzigen Bürgermeister Klaus Falkinger. Von Anfang an war das Starterfeld groß, ebenso das Niveau. Kein Wunder also, dass schon wenige Jahre später die erste Staatsmeisterschaft in Kleinzell ausgetragen wurde, 2011 folgte die Europameisterschaft.
Team am Werk
Jürgen Scalet war beim ersten Rennen Streckenposten kurz vor dem Ziel. „Damals hat es extrem geregnet, wir sind nicht einmal das Mühltal gefahren, weil“s zu schlammig war. Das wäre heute nicht mehr möglich, dass einfach Teile der Strecke ausgelassen werden“, erzählt Scalet, der selbst sicher zehn Mal mitgefahren ist und jetzt an vorderster Front des Granitmarathons steht. Und hinter ihm steht ein ganzes Team voll „super Leute“. Als er neue Mitglieder für das Organisationskomitee gebraucht hat, habe er nur einen fragen müssen – alle anderen haben von selbst ihre Hilfe angeboten. Die Begeisterung für den Radport zeigt sich schon bei den Kleinsten: „Da stehen die U7- und U9-Fahrer im Wald und feuern mit ihren aufblasbaren Klatschen die Sportler an. Das ist so cool“, freut sich Scalet über den aktiven Nachwuchs auf und abseits der Rennstrecke.
Regionsstrecke für Biker
Der starke Rückhalt in der Gemeinde und der ganzen Region ist das Erfolgsgeheimnis des Granitmarathons. So konnte sich auch die ganzjährig beschilderte Mountainbike-Regionsstrecke daraus entwickeln. Diese wurde im Sommer Richtung GIS in Lichtenberg erweitert und zählt jetzt mit einem Streckennetz von 900 Kilometern zu den größten zusammenhängenden Mountainbike-Gebieten Europas.


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