Buße nach Alkofahrt in Krems: FPÖ-Mandatar Königsberger sichert Radweg
KREMS. Für überraschte Gesichter sorgte FPÖ-Landtagsabgeordneter Erich Königsberger jetzt erneut in Krems. Nach seiner spektakulären Alkoholfahrt vor gut einem Jahr mit dem PKW auf dem Radweg neben der S 33 kehrte der Politiker nun an den Unglücksort zurück und löste sein Versprechen ein: Einen ganzen Nachmittag lang sicherte er den Verkehr auf dem Donauradweg und verteilte Erfrischungen an Radler und Passanten.

Ende September 2016 hatte FPÖ-Landtagsabgeordneter Erich Königsberger aus Ober-Grafendorf (Bezirk St. Pölten-Land) für großes Aufsehen in Krems gesorgt. Nach einer Schifffahrt durch die Wachau mit Vertretern der Bundes-FPÖ hatte er sich dort betrunken hinters Steuer seines Jaguars gesetzt und war losgefahren. Polizeibeamte beendeten die gefährliche Fahrt schließlich wenige Kilometer später auf dem Radweg entlang der neuen Donaubrücke. Königsberger war in weiterer Folge nicht nur seinen Führerschein, sondern auch den Job als Verkehrs- und Sicherheitssprecher seiner Partei los.
Faschingsscherz als Auslöser
Doch damit nicht genug: In einer Presseaussendung an sämtliche niederösterreichische Medienvertreter forderte FPÖ-Klubobmann Gottfried Waldhäusl am 11. November 2016, dass Königsberger als Teil der Wiedergutmachung eine Woche lang besagten Radweg sichern soll. Die ungewöhnliche Forderung entpuppte sich als Faschingsscherz, in den Königsberger selbst jedoch nach eigenen Angaben nicht eingeweiht war. Der Abgeordnete sorgte schließlich selbst für eine Überraschung, in dem er gegenüber Tips ankündigte, dieser Forderung wirklich nachkommen zu wollen.
„Möchte die Menschen wachrütteln“
Vor wenigen Tagen löste Königsberger nun sein Versprechen zumindest für einen Tag ein: Der Abgeordnete sicherte und regelte einen ganzen Nachmittag lang den Verkehr am Donauradweg in Krems. „Ich habe aus meiner wirklich dummen Aktion persönlich viel gelernt und möchte die Menschen wachrütteln! Bitte lasst das Auto lieber einmal zu oft stehen, geht zu Fuß nach Hause oder leistet euch ein Taxi – Alkohol hat am Steuer jedenfalls nichts verloren!“, erklärt Königsberger.
Erfrischungen für Passanten
Mit im Gepäck hatte der freiheitliche Seniorensprecher 300 erfrischende Getränke, 1.000 Stück Traubenzucker und 300 Bananen für die Radler und Passanten. „Egal, ob jung oder alt, ich bin mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen und alle haben sich über die Erfrischung gefreut“, zieht Königsberger Resümee.


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