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KREMS. Neben Arzneimitteln werden im Universitätsklinikum Krems auch nicht-medikamentöse Maßnahmen zur Schmerzlinderung eingesetzt. Die „Temperierte Ölkompresse“ des Pflegeteams der Allgemein- und Thoraxchirurgie ist eine solche Methode, die erfolgreich zur Zufriedenheit vieler Patienten etabliert werden konnte.

V. l.: Projektleiterin Yvonne Kaufmann mit Stationsleitunsleiterin Ilona Bergmann, Abteilungsleiterin Elisabeth Stubenberger und Bereichsleiterin Elisabeth Groiss.

Dass bestimmte Pflanzen spezielle Wirkungen zeigen können, ist schon aus früheren Zeiten bekannt. Öle, die schmerzlindernd, beruhigend oder aktivierend wirken, sind heute auch im Klinikalltag im Vormarsch: die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Yvonne Kaufmann leitete im Universitätsklinikum Krems das Pilotprojekt „Temperierte Ölkompresse“ auf der Abteilung für Allgemein- und Thoraxchirurgie und beobachtete die positiven Effekte der ätherischen Öle auf das Schmerzempfinden der Patienten.

Positives Feedback von Patienten

„Gerade bei thoraxchirurgischen Patienten kommt es oft zu starken Schmerzzuständen. Diese lassen sich gut durch den zusätzlichen Einsatz nicht-medikamentöser Maßnahmen steuern“, erklärt Kaufmann. Das Projekt wurde im Laufe eines halben Jahres von den Pflegekräften der Abteilung erfolgreich umgesetzt. In vielen Fällen konnte nach Anwendung der temperierten Ölkompresse eine Schmerzmittelreduktion erreicht werden. „Die Patienten gaben uns viel positives Feedback zur Anwendung“, freut sich Kaufmann.

Projekt wird ausgeweitet

Nicht-medikamentöse Schmerztherapie wird ergänzend zur üblichen Medikation eingesetzt. „Um Komplikationen zu verhindern, Liegezeiten gering zu halten und damit den Genesungsprozess zu fördern, ist es notwendig, Schmerzen so gut wie möglich zu verringern. Die Pflege kann sehr viel zur Schmerzbewältigung beitragen“, betont Abteilungsleiterin Elisabeth Stubenberger.Aufgrund der positiven Ergebnisse aus dem Pilotprojekt wird die temperierte Ölkompresse weiter angewandt und ist nun eine standardisierte Maßnahme zur Schmerzreduktion auf einigen Abteilungen des Klinikums.


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