Was heißt eigentlich „Behinderung“?
KREMS. Was es heißt, behindert zu sein: Dies Kindern zu vermitteln, hat sich der Kremser Behindertenbeirat unter der Leitung von Behindertenbeauftragtem Christoph Stricker zum Ziel gesetzt. Dabei hilft ein spezielles Malbuch.

Rund 20 Prozent der in Österreich lebenden Menschen haben zumindest eine Behinderung. Die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Thematik ist deshalb für den Behindertenbeirat der Stadt Krems ein wichtiges Anliegen. Dieses Gremium setzt sich aus Kremser Vereinen und Institutionen zusammen, die Menschen mit chronischen Erkrankungen und körperlichen Beeinträchtigungen Unterstützung bieten.
Tour durch die Kindergärten
Aus diesem Grund begab sich Christoph Stricker, Behindertenbeauftragter der Stadt, mit einer Abordnung des Beirats auf Tour durch die städtischen Kindergärten, um die Kinder auf spielerische Weise mit dem Thema vertraut zu machen. zum Beispiel mit dem ganz speziellen Malbuch „Mal anders“ mit Motiven, die zeigen, dass Behinderungen Teil unserer Gesellschaft sind. Mit verbundenen Augen und einem Taststock konnten die Kleinen erahnen, wie es sich anfühlt, blind zu sein. Im Kinder-Rollstuhl erfuhren sie, was es heißt, nicht uneingeschränkt mobil zu sein. Die Kinder zeigten sich wissbegierig und sehr neugierig.
600 Malbücher verteilt
„Für Kinder existieren Behinderungen nicht. Sie sind unvoreingenommen“, begrüßt Vizebürgermeisterin Eva Hollerer (SPÖ) die Initiative. „Ob mit oder ohne Behinderung: Jeder Mensch ist einzigartig, und niemand darf wegen seiner Behinderung diskriminiert werden“, sagt Stricker, der insgesamt 600 Malbücher verteilte. Bei ihm ist das Malbuch übrigens für alle Interessierten erhältlich: Rathaus Krems, Obere Landstraße 4, 2. Stock, Zimmer 45.


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