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Erste Kremser Demenz-Konferenz: Rund 22.000 Betroffene in Niederösterreich

Claudia Brandt, 11.11.2019 13:20

KREMS. Auf Einladung des Departments für Klinische Neurowissenschaften und Präventionsmedizin an der Donauuniversität fand die erste Kremser Demenz-Konferenz statt. Internationale  Experten tauschten sich drei Tage lang intensiv zum Krankheitsbild Demenz aus.

V. l.: Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Proessor. Michael Brainin (Leiter Department für Klinische Neurowissenschaften und Präventionsmedizin an der Donau Uni Krems) und Stefanie Auer (Organisatorin der Konferenz und Leiterin Fakultät für Gesundheit und Medizin an der Donau Uni Krems). Foto: Donau Universität Krems

Leitthema der Konferenz war die Früherkennung von Demenzerkrankungen und die Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung. „Derzeit gibt es in Niederösterreich rund 22.000 Menschen, die von Demenz betroffen sind. Bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl aufgrund der steigenden Lebenserwartung laut Prognosen verdoppeln“, hielt Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) in ihrer Eröffnungsrede fest.

Ärztliche Diagnose erforderlich

Das Nachlassen von Gedächtnis und Leistungsfähigkeit des Gehirns oder anhaltenden Gedächtnis- oder Wortfindungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten, können auf eine demenzielle Krankheit hinweisen und sollten daher unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Nur nach einer ärztlichen Diagnose kann die richtige Therapie erfolgen, die die Lebensqualität der Betroffenen essenziell verbessert.

Hilfsangebote in Niederösterreich

„In Niederösterreich gibt es ein großes Netzwerk an Organisationen und Institutionen, die sich mit Demenz beschäftigen. Von speziell geschulten Hausärzten über die mobilen Dienste oder auch die Landeskliniken bis hin zu unseren Pflege- und Betreuungszentren, wo es ebenfalls Demenzschwerpunkte gibt“, erklärt die Sozial-Landesrätin.

Diagnoserate niedrig

Dennoch, die Diagnoserate der demenziellen Erkrankungen liegt in Österreich nur bei 20 bis 30 Prozent, in manchen osteuropäischen Ländern könnte der Prozentsatz sogar noch geringer sein. So wurden im Rahmen der Konferenz auch die Zusammenarbeit unter den Ländern und eine gemeinsame Konzeptentwicklung diskutiert. In Niederösterreich sei man gut aufgestellt, aber natürlich ist man auch hier stetig darum bemüht, das Angebot weiter auszubauen.

Landesweite Unterstützungsangebote

„Ab dem ersten Quartal 2020 wird auch das Angebot, das bisher nur in der Pilotregion NÖ Mitte in Anspruch genommen werden konnte, landesweit ausgerollt und damit flächendeckend in NÖ zur Verfügung stehen. Es werden kostenlose Einzelberatungen zu Hause angeboten und eine spezielle Veranstaltungs-Serie abgehalten. Mit der Veranstaltungsreihe sollen Interessierte dazu eingeladen werden, sich mit dem Krankheitsbild der Demenz verstärkt auseinanderzusetzen, um im Fall der Fälle über die Angebote und Hilfeleistungen hierzulande Bescheid zu wissen“, so Teschl-Hofmeister.


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