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KREMS. Neben dem Bau einer Tiefgarage unter dem Südtirolerplatz möchte Investor Othmar Seidl auch sein Einkaufszentrum Steiner Tor neu gestalten. Ein wichtiger Punkt ist  ihm dabei, dem Brauhof wieder zu alter Blüte zu verhelfen. Im Jahr 2016 wird es hier eine Übergangslösung geben: Von April bis Oktober wird „Meisterwirt“ Franz Meister dort einen Biergarten betreiben. Danach wird der Brauhof umgebaut und mit neuem Konzept wiedereröffnet.

Freuen sich auf die Neueröffnung (v. l.): Gastronom Franz Meister, Testiomonial Frenkie Schinkels und Einkaufszentrumsbesitzer Othmar Seidl

Als „Seele von Krems“ bezeichnet Othmar Seidl den Brauhof. Mit einer Revitalisierung des Gebäudes sieht er den Erfolg für das gesamte Projekt – die Attraktivierung des Einkaufszentrums Steiner Tor – auf seiner Seite. Der Brauhof sei für ihn „der wichtigste Punkt des Kaufes“ gewesen. Details, wohin die Reise mit dem Kultbetrieb gehen soll, will Othmar Seidl noch nicht verraten. Nur so viel: das Gebäude soll umgebaut und 2017 neu eröffnet werden. Geplant sei, es mit vier unterschiedlichen Gastronomiekonzepten zu bespielen.

Für das Jahr 2016 hat Othmar Seidl nun eine Übergangslösung angedacht. Der bisherige Pächter wird den Brauhof mit Jahresende aufgeben. Danach wird „Meisterwirt“ Franz Meister in das Gebäude einziehen und dort für sechs Monate einen Biergarten betreiben. Erst vor wenigen Tagen hatte Meister sein Lokal in der Austraße aufgegeben, um sich die Pension zu verabschieden. Doch so ganz kann er die Finger nicht von seinem „Hobby Gastronomie“ lassen. Gerne nahm er daher Seidls Angebot für eine Übergangslösung an. Auch nostalgische Gründe spielen dabei eine Rolle, schließlich hatte er einst seine Lehre im Brauhof absolviert. „Wo ich meine Geschichte begonnen habe, werde ich sie auch wieder beenden“, freut sich der Gastronom.

Voraussichtlich am 21. April 2016 wird Franz Meister seinen Biergarten mit rund 420 Sitzplätzen in unmittelbarer Nähe zum Steiner Tor eröffnen. Weißwürste und Brezn soll es dort ebenso geben wie traditionelle Wirtshauskost á la Schweinsbraten, Hendl und Spareribs. Ein besonderer Coup ist Seidl und Meister beim Bier gelungen: Im neuen Biergarten wird ausschließlich Gerstensaft vom Münchner Hofbräuhaus ausgeschenkt. Für Weinfreunde soll es Tropfen von regionalen Winzern geben.

Seidl zufolge soll der bestehende Gastgarten zwar umgestaltet werden, die Bäume jedoch allesamt erhalten bleiben. Die ursprünglich einmal angedachte Idee, den Gastgarten nach unten auf Straßenniveau abzusenken, werde nicht realisiert. Einen Veranstaltungssaal wie in alten Zeiten wird es Seidl zufolge im Brauhof künftig nicht wieder geben. Denn das „einzigartige Feeling“ des ehemaligen Saals ließe sich nicht zurückholen.

„Wir wollen uns wieder als Institution einen Namen machen“, nennt Seidl als Ziel. Helfen soll dabei auch Ex-Profifußballer und KSC-Trainer Frenkie Schinkels, der den neuen Brauhof über Krems hinaus bekannt machen möchte.


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