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KREMS. Mit Stimmenmehrheit hat der Gemeinderat das „Stadtentwicklungskonzept 2030“ abgesegnet. Die Opposition kritisiert, dass die Bürgerbeteiligung darin nicht konkret verankert ist. Entsprechende Modelle müssen erst noch erarbeitet werden, der Startschuss dazu erfolgt bei der Zukunftskonferenz am 11. März.

Bildung, Kultur und Lebensqualität sind die Schlagworte des „Stadtentwicklungskonzepts 2030“. Foto: Brandt

Bürgermeister Reinhard Resch (SPÖ) spricht von einem „Meilenstein in der Stadtgeschichte“. Zwei Jahre lang wurde am Stadtentwicklungskonzept gefeilt, jetzt ist das 93 Seiten starke Werk fertig. Das Konzept soll den Rahmen für die Stadtentwicklung in den kommenden 15 Jahren vorgeben – Bildung, Kultur und Lebensqualität werden dabei als die wichtigsten Schlagworte genannt. „Es liegt nun an uns, diese Visionen mit Leben zu erfüllen“, so der Rathauschef.

Bürger brachten Ideen ein

„Die Ergebnisse kann man glaube ich gar nicht hoch genug einschätzen“, meint Wirtschaftsstadtrat Erwin Krammer (ÖVP). Das Konzept bilde nicht nur die Meinung der Bürger ab, sondern werde auch große Auswirkungen auf die Raumordnung haben. Vizebürgermeister Gottfried Haselmayer (SPÖ) betont, dass die Bürger im Vorfeld zahlreiche Ideen eingebracht hätten.

Ruf nach Bürgerbeteiligung

Vertreter von FPÖ, KLS und UBK loben zwar durch die Bank den Inhalt des Konzepts, vermissen jedoch klare Regeln und konkrete Maßnahmen für die Bürgerbeteiligung. „Wir sollten Bürgerbeteiligung leben und nicht nur drüber reden“, fordert FPÖ-Stadtrat Werner Friedl. „Die mündige Bevölkerung des Jahres 2016 will nicht mehr von oben herab mit Bauten beglückt werden, welche lediglich der Stadtregierung gefallen“, so Friedl weiter. Er plädiert dafür, dass Bauvorhaben ab einer gewissen Größe der Bevölkerung vorgelegt werden sollen.

Modelle erarbeiten

Bürgermeister Reinhard Resch erklärt dazu, dass entsprechend maßgeschneiderte Bürgerbeteiligungsmodelle für Krems erst noch erarbeitet werden müssen. Der Startschuss dazu soll bei der nächsten Kremser Zukunftskonferenz erfolgen (Freitag, 11. März, 15 Uhr bis 19.30 Uhr im Ferdinand-Dinstl-Saal der Kremser Bank). Bei dieser Gelegenheit soll auch das „Stadtentwicklungskonzept 2030“ näher vorgestellt werden.


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