Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

KREMS. JVA-Absiedlung, ein Radweg entlang der Eisenbahnbrücke nach Furth oder die Errichtung eines Generationenhauses: Dies sind nur einige Schlagworte, wenn es um die Weiterentwicklung der Stadt Krems geht. Die örtliche Volkspartei hat nun einen Perspektivenprozess gestartet, um möglichst viele Ideen und Visionen zu bekommen. Neben den eigenen Mandataren teilten auch über 900 Bürger der Partei nun ihre Wünsche mit.

ÖVP-Stadtparteiobmann Thomas Höhrhan (l.) und Kampagnenleiter Gemeinde­rat Georg Mantler stellten die Ergebnisse ihrer Befragung kürzlich bei einem Pressegespräch in Krems vor. Foto: Brandt

Als Wahlkampfauftakt will ÖVP-Stadtparteichef Thomas Höhrhan den „Perspektivenprozess“ seiner Partei nicht verstanden wissen. Vielmehr soll es eine „Standortbestimmung“ sein. „Wir wollen unseren Sympathisanten zeigen, in welche Richtung wir arbeiten“, erklärt Höhrhan. Einige Punkte würden sich jedoch vermutlich im zukünftigen Wahlprogramm wiederfinden.

Über 900 Rückmeldungen

Per Postwurf hatte die Ortspartei die Bürger dazu aufgerufen, ihre Wünsche und Visionen für die weitere Entwicklung der Stadt Krems mitzuteilen. Höhrhan zufolge machten über 900 Personen von diesem Angebot Gebrauch und übermittelten der Volkspartei via Anruf, Mail oder Postkarte ihre Wünsche und Anregungen. Zuvor hatte es mehrere Workshops mit den eigenen Mandataren gegeben.

Broschüre mit Ergebnissen

Die Ergebnisse der Befragung hat die Ortspartei nun in einer zwölfseitigen Broschüre zusammengefasst. Diese wurde zunächst in den eigenen Reihen vorgestellt und dann am vergangenen Samstag auch bei einer Aktion in der Fußgängerzone offiziell der Bevölkerung präsentiert. Alle Kremser Haushalte sollen das Druckwerk außerdem per Post erhalten.

Drei große Themenbereiche

„Es sind viele gute Ideen dabei, die man nun in die politische Diskussion einbringen kann“, bilanziert Stadtparteichef Höhrhan. Viele Wünsche gingen in dieselbe Richtung oder seien im Laufe der Jahre immer wieder Thema gewesen. Laut Kampagnenleiter Georg Mantler haben sich vor allen drei große Themenbereiche herauskristallisiert: Lebensqualität, Familien sowie Bildung und Wirtschaft.

Zehn „Leuchtturm“-Projekte

Man habe nun zehn „Leuchtturm-Projekte“ definiert, die besonders forciert gehören. Ein großer Wunsch der Bevölkerung ist demnach die Errichtung eines so genannten Generationenhauses. Höhrhan zufolge ein Ort, an dem sich Menschen verschiedenen Alters zu gemeinsamen Aktivitäten treffen können. Speziell von Müttern sei der Wunsch nach einem Indoor-Spielplatz gekommen.

Freizeitanlagen erneuern

„Strukturiert angegangen werden“ muss laut Höhrhan das Thema Freizeitanlagen, da sowohl das Schwimmbad als auch die Kunsteisbahn in die Jahre gekommen seien. Er selbst führe hier bereits Gespräche mit potenziellen Vertragspartnern. Unbedingt notwendig sei auch ein aktives Vereinsmanagement – die Vereine sollten Höhrhan zufolge eine zentrale Ansprechperson im Rathaus haben.

Veranstaltungszentrum fehlt

Ein großes Thema ist auch der bereits jahrelang gehegte Wunsch nach einem Veranstaltungszentrum. Höhrhan glaubt jedoch, dass ein reines Veranstaltungszentrum von der Stadt nicht zu stemmen ist. Er denkt daher eher an einen Mix aus mehreren kleineren Locations, die sich für unterschiedliche Events anbieten.

Radweg über die Donau

Immer wieder kommt auch der Wunsch, entlang der Eisenbahnbrücke zwischen Krems und Furth einen Radweg über die Donau zu errichten. Die Kremser könnten auf diese Weise schneller ins Grüne gelangen und die Bewohner aus Furth schneller ins Kremser Stadtzentrum. „So eine günstige Möglichkeit wird man selten haben“, meint Höhrhan.

Campus weiter aufwerten

In Sachen Mobilität wünschen sich außerdem vor allem Studierende, dass die Züge aus Wien bis zum Campus in Stein durchfahren. Mittelfristig solle das Campus-Areal um das Gelände der jetzigen Justizanstalt erweitert werden, lautet eine weitere Vision. Höhrhan zufolge soll das Gefängnis idealerweise an einem anderem Standort im Stadtgebiet neu errichtet werden, um die Arbeitsplätze zu erhalten.

Spitzenkandidat noch offen

Nach Aussage von Höhrhan werden sich einige der Themen im Wahlprogramm der ÖVP für die Gemeinderatswahl wiederfinden. Kleinere Wünsche – wie beispielsweise der nach einer besseren Beschriftung in einem Parkhaus – werden nach Angaben des Stadtparteichefs „einfach abgearbeitet“. Der Wahlkampf habe noch nicht begonnen. Offen lässt Höhrhan die Frage, wen die Volkspartei nach der Wahlniederlage 2012 nun ins Rennen um den Bürgermeistersessel schickt: „Wir haben uns noch nicht auf einen Kandidaten festgelegt“.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Innovatives Start-up: Wenn aus Hühnermist neues Leben entsteht

Innovatives Start-up: Wenn aus Hühnermist neues Leben entsteht

WIESELBURG. Dem nachhaltigen Wirtschaften haben sich zwei Studenten am Campus Wieselburg der FH Wiener Neustadt verschrieben. Michael Daxböck ...

Tips - total regionalClaudia Brandt
Feierliche Eröffnung bei der Domäne Wachau

Feierliche Eröffnung bei der Domäne Wachau

DÜRNSTEIN. Die Winzergenossenschaft Domäne Wachau hat kürzlich einen modern gestalteten Shop in der Dürnsteiner Altstadt ...

Tips - total regionalClaudia Brandt
Neuer Gutscheinautomat bietet Geschenkidee für Kurzentschlossene

Neuer Gutscheinautomat bietet Geschenkidee für Kurzentschlossene

KREMS. Einkaufsgutscheine rund um die Uhr gibt es jetzt in der Kremser Innenstadt. Neben Mund-­Nasen-Schutzmasken und Desinfektionssprays ...

Tips - total regionalClaudia Brandt
Stromzähler haben bald ausgedient

Stromzähler haben bald ausgedient

BEZIRK KREMS. Ab Oktober tauscht die EVN-Tochter Netz NÖ in sämtlichen Haushalten die Stromzähler. Als erste Gemeinden im Bezirk ...

Tips - total regionalClaudia Brandt
Corona als Chance und Herausforderung für Niederösterreichs Skigebiete

Corona als Chance und Herausforderung für Niederösterreichs Skigebiete

NÖ/JAUERLING. Wirtschaftsbund-Funktionär Michael Reichl wurde erneut zum obersten Vertreter der niederösterreichischen Seilbahnbetreiber ...

Tips - total regionalClaudia Brandt
Neue Stromtankstelle in der Mitterau eröffnet

Neue Stromtankstelle in der Mitterau eröffnet

KREMS-MITTERAU. Eine Stromtankstelle der EVN wurde kürzlich in der Mitterau in Betrieb genommen. Sie befindet sich in der St.-Paul-Gasse ...

Tips - total regionalClaudia Brandt
Weitere Beiträge