Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

KREMS. Einen Blitzbesuch legten Außenminister Sebastian Kurz und Finanzminister Hans Jörg Schelling heute Mittag in Krems ein. In der Fußgängerzone besuchten sie mehrere Geschäfte und plauderten mit Unternehmern, Angestellten und Passanten. Anschließend erklärten die beiden ÖVP-Politiker bei einer Pressekonferenz, wie sie für neue Gerechtigkeit bei der internationalen Steuerpolitik sorgen und wie sie ihr geplantes Steuerentlastungspaket finanzieren wollen.

  1 / 50  

Mit ihrem Besuch sorgten Sebastian Kurz und Hans Jörg Schelling heute Mittag für jede Menge Aufsehen in der Kremser Fußgängerzone. Flankiert von zahlreichen Kamerateams und Fotografen sowie in Begleitung von Landtagspräsident Hans Penz und dem Kremser ÖVP-Spitzenkandidaten Erwin Krammer, bahnten sich die beiden Spitzenpolitiker ihren Weg durch die Kremser Fußgängerzone. Dort besuchten sie spontan mehrere Betriebe, lediglich der Zwischenstopp bei der Fleischerei Ellinger war vorab geplant. Kurz und Schelling plauderten mit Unternehmern und Angestellten und informierten sich über deren Betriebe. Immer wieder nutzte vor allem Sebastian Kurz die Gelegenheit, um mit Passanten ins Gespräch zu kommen.

Steuerentlastung für „alle arbeitenden Menschen“

Nach der rund halbstündigen Tour durch die Obere Landstraße ging es weiter in die Weinbar Leopold, wo Kurz und Schelling vor zahlreichen Medienvertretern eine Pressekonferenz gaben. Im Mittelpunkt stand dabei zunächst das von der Bundes-ÖVP geplante Steuerentlastungsmodell. „Wir haben ein massives Interesse daran, die Steuerlast zu senken“, erklärte Parteichef Kurz. „Alle arbeitenden Menschen“ sollten in den Genuss einer Steuersenkung kommen. Finanzieren wolle man diese unter anderem durch ein Wirtschaftswachstum von rund 3,5 Prozent sowie durch Sparen und Mehreinnahmen. „Null Toleranz“ wolle man künftig gegenüber Steuerflüchtlingen gelten lassen. Der Dank von Sebastian Kurz galt hier Finanzminister Schelling, der auf europäischer Ebene ein Modell zur Bekämpfung der Steuerflucht vorangetrieben habe.

Für mehr Steuergerechtigkeit sorgen

Schelling zufolge ist die Steuerpolitik mittlerweile ein „europäisches Geschäft“ geworden. Dennoch richte sich die Besteuerung von Unternehmen nach wie vor nach dem Sitz der Betriebsstätte. Schelling will, dass dieses Gesetz, welches noch aus dem Jahr 1899 stamme, nun um digitale Betriebsstätten erweitern wird. An einem konkreten Beispiel erläuterte der Finanzminister die aktuelle Situation: In der Schweiz erfolgten 85 Prozent aller Hotelbuchungen über Onlineportale. Die Steuern dafür kassieren jedoch beispielsweise die Niederlande als Sitz der bekannten Buchungsplattform booking.com. Schelling setzt sich nun dafür ein, dass die Steuereinnahmen die Länder erhalten, in denen die Wertschöpfung tatsächlich passiert ist.

„Keine neuen Steuern“ 

Auch Schelling ist überzeugt, dass das Steuerentlastungsmodell seiner Partei funktionieren wird, denn es gebe eine seriöse Gegenfinanzierung. „Es geht. Und so lange ich Finanzminister bin, wird es in Österreich keine neuen Steuern geben“, erklärte Schelling abschließend.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Innovatives Start-up: Wenn aus Hühnermist neues Leben entsteht

Innovatives Start-up: Wenn aus Hühnermist neues Leben entsteht

WIESELBURG. Dem nachhaltigen Wirtschaften haben sich zwei Studenten am Campus Wieselburg der FH Wiener Neustadt verschrieben. Michael Daxböck ...

Tips - total regionalClaudia Brandt
Feierliche Eröffnung bei der Domäne Wachau

Feierliche Eröffnung bei der Domäne Wachau

DÜRNSTEIN. Die Winzergenossenschaft Domäne Wachau hat kürzlich einen modern gestalteten Shop in der Dürnsteiner Altstadt ...

Tips - total regionalClaudia Brandt
Neuer Gutscheinautomat bietet Geschenkidee für Kurzentschlossene

Neuer Gutscheinautomat bietet Geschenkidee für Kurzentschlossene

KREMS. Einkaufsgutscheine rund um die Uhr gibt es jetzt in der Kremser Innenstadt. Neben Mund-­Nasen-Schutzmasken und Desinfektionssprays ...

Tips - total regionalClaudia Brandt
Stromzähler haben bald ausgedient

Stromzähler haben bald ausgedient

BEZIRK KREMS. Ab Oktober tauscht die EVN-Tochter Netz NÖ in sämtlichen Haushalten die Stromzähler. Als erste Gemeinden im Bezirk ...

Tips - total regionalClaudia Brandt
Corona als Chance und Herausforderung für Niederösterreichs Skigebiete

Corona als Chance und Herausforderung für Niederösterreichs Skigebiete

NÖ/JAUERLING. Wirtschaftsbund-Funktionär Michael Reichl wurde erneut zum obersten Vertreter der niederösterreichischen Seilbahnbetreiber ...

Tips - total regionalClaudia Brandt
Neue Stromtankstelle in der Mitterau eröffnet

Neue Stromtankstelle in der Mitterau eröffnet

KREMS-MITTERAU. Eine Stromtankstelle der EVN wurde kürzlich in der Mitterau in Betrieb genommen. Sie befindet sich in der St.-Paul-Gasse ...

Tips - total regionalClaudia Brandt
Weitere Beiträge