Kremser Tourismus Gespräche 2018: „Das beste Ergebnis aller Zeiten“
Krems. Die Kremser Tourismus Gespräche 2018 fanden in den Räumlichkeiten des Steiner Rathauses mit Blick auf die Donau statt. Der blaue Strom lockt Jahr für Jahr tausende Touristen nach Krems. Im Vorjahr waren es erstmals knapp 291.000 Nächtigungen. Der Ausblick für das kommende Jahr sei positiv und vielleicht werde man erstmals die magische 300.000 Marke knacken, so Krems Tourismus Geschäftsführerin Gabriele Hüther.

Rechtzeitig zu Beginn der Marillenblüte fanden im Steiner Rathaus die Kremser Tourismus Gespräche 2018 statt. Bürgermeister Reinhard Resch betonte in seinen Begrüßungsworten, wie wichtig ein schrittweises, kontrolliertes Wachstum für den städtischen Tourismus sei. „Bis 2030 wollen wir ein 20-prozentiges Plus bei den Nächtigungen erreichen“, so der SP-Stadtchef. Dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen, soll unter anderem auch das in Entstehung befindende Stadtmarketing, für das laut Resch Ende April mit einem Grundsatzbeschluss im Gemeinderat die Weichen gestellt werden.
Dynamisches Ergebnis eingefahren
Das bei den Gesprächen präsentierte Tourismus-Barometer setzt sich aus bestehenden Quellen wie der Tourismusstatistik, Gästefeedback, der Befragung von Mitarbeitern und Unternehmern und einer jährlichen Strategie-Review zusammen. Dabei konnte in allen Bereichen ein verbessertes Ergebnis gegenüber dem Vorjahr präsentiert werden. Laut Barometer schätzen die Gäste besonders die Atmosphäre, die Freundlichkeit der Mitarbeiter in den einzelnen Betrieben und das vielfältige Angebot der Wein- und Kulturstadt. Die negativen Rückmeldungen konzentrieren sich auf die prekäre Parkplatzsituation und das „am Sonntag tote Hose in Krems ist“.
Stark wie nie zuvor
„Die 291.013 Nächtigungen aus dem Vorjahr sind das beste Ergebnis aller Zeiten, das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen“, so Krems Tourismus Geschäfsführerin Gabriele Hüther. Sie befragte Vertreter der Kremser Tourismusbetriebe nach deren Empfinden. Darunter der neue Steigenberger-Chef Daniel Hunger-Milkowitsch. Er sieht „wahnsinnig viel Potenzial in Krems“ und freut sich riesig über den Aus- und Umbau seines Hotels am Goldberg. Unter anderem wird der Wellness-Bereich erweitert, es entstehen 32 neue Zimmer und 52 unterirdische Parkplätze. Auch im Hofbräu am Steinertor laufen die Umbaumaßnahmen im Biergarten auf Hochtouren. Bis zur Eröffnung am 27. April wird eine Videowall installiert, auf der die Gäste die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland verfolgen können.
Tourismus: Schwieriger Jobmarkt
Der Kremser AMS-Chef Erwin Kirschenhofer ging in seinen Ausführungen auf den schwierigen Jobmarkt im Tourismus ein und zitierte das Erfolgeheimnis des Tourismus-Spartenobmanns der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Mario Pulker: „Wenn man seine Mitarbeiter menschlich behandelt und ordentlich bezahlt, hat man keinen Arbeitskräftemangel“.


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