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KREMS. Zum Thema „Führungswechsel“ hatte das AMS Niederösterreich gestern Personalchefs von rund 100 Top-Unternehmen des Landes in die IMC Fachhochschule Krems eingeladen. Einen Wechsel gibt es auch an der Spitze des AMS: Landesgeschäftsführer Karl Fakler, ein Kremser, geht Ende Juni in Pension.

  1 / 4   Der scheidende Landesgeschäftsführer Karl Fakler (r.) mit seinem designierten Nachfolger Sven Hergovich. Foto: Brandt

AMS-Landesgeschäftsführer Karl Fakler nutzte den „Business Dialog“ am FH-Campus vor allem um Abschied zu nehmen und Bilanz zu ziehen. Seit 2007 lenkte der Soziologe und Volkswirt die Geschicke des AMS Niederösterreich, ab 1994 war er bereits stellvertretender Landeschef. In all den Jahren führte er unzählige Gespräche mit Unternehmern und Personalchefs – „und ich habe jeden von Ihnen gerne besucht“.

Positive Bilanz

In Krems zog Karl Fakler eine positive Bilanz seiner Arbeit und meinte damit unter anderem die Stellenaquise: „Wir kennen fast jede zweite offene Stelle“. Die Zahl der freien Stellen, die das AMS aquirierte, hat sich von 1994 bis 2017 fast verdoppelt: von 39.500 auf 78.100. Mehr als verdoppelt hat sich die Zahl der Stellenbesetzungen: 1994 konnten mithilfe des AMS 27.000 Arbeitskräfte vermittelt werden, 2017 sogar 61.000.

Risiko, arbeitslos zu werden, steigt

Fakler wehrte sich außerdem gegen das Vorurteil, wonach Arbeitslose „faul“ seien. Laut Statistik sei es viel mehr so, dass jeder vierte Niederösterreicher im Laufe eines Jahres von Arbeitslosigkeit betroffen sei – zumindest für einen Tag. Die Dynamik am Arbeitsmarkt bedeute auch ein höheres Risiko, seinen Job zu verlieren. Im Vergleich zu 1994 sei heute ein Fünftel mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen: 1994 waren landesweit rund 127.600 Personen arbeitslos gemeldet, 2017 kletterte diese Zahl auf 153.600.


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