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BEZIRK KREMS. Die Arbeiterkammer hat ihre Bilanz für das erste Halbjahr vorgelegt. Demnach holte Kremser Bezirksstelle insgesamt über 1,6 Millionen Euro für ihre Mitglieder.

Bezirksstellenleiterin Doris Schartner präsentiert Halbjahresergebnis. Foto: Brandt
Bezirksstellenleiterin Doris Schartner präsentiert Halbjahresergebnis. Foto: Brandt

Rund 4.200 Euro brachte einem Dienstnehmer aus der Baubranche der Gang zur Arbeiterkrammer. Der Mann arbeitete schon seit Jahrzehnten für ein Kremser Unternehmen, als er plötzlich seine monatliche Prämie von 300 Euro nicht mehr bekam. Der Arbeitgeber erklärte auf Nachfrage, dass diese dem Mann nicht mehr zustehe. „Wir haben den Dienstvertrag und die Lohnunterlagen des Mannes kontrolliert. Dabei stellte sich heraus, dass die Prämie als fixer Gehaltsbestandteil vereinbart worden war und daher nicht einfach gestrichen werden darf“, so Arbeiterkammer-Bezirksstellenleiterin Doris Schartner. Als die Kammer mit dem Fall vor Gericht ziehen wollte, lenkte der Dienstgeber ein. Die Firma zahlte dem Dienstnehmer das Geld nach und die Prämie bleibt auch weiterhin Bestandteil seines Gehalts.

4.660 Beratungsgespräche

Dies ist nur einer von vielen Fällen, mit denen sich Arbeitnehmer in den vergangenen Monaten an ihre Vertretung gewandt haben. Schartner zufolge wurden im ersten Halbjahr in ihrem Haus 4.660 Beratungsgespräche durchgeführt. Insgesamt hat die Bezirksstelle in diesem Zeitraum mehr als 1,6 Millionen Euro für ihre Mitglieder erreicht. „Dazu zählen sowohl die Steuersparwochen als auch der Konsumentenschutz. Den größten Teil macht unsere Hilfe bei Problemen am Arbeitsplatz aus“, erläutert Schartner.

Oft komplexe Rechtsfragen

Die häufigsten Anfragen betreffen die Auflösung von Dienstverträgen. „Die Arbeitgeber tun sich mit den ausufernden Dienstverträgen nichts Gutes“, meint Schartner. Die Arbeiterkammer sei generell mit immer komplexeren Rechtsfragen konfrontiert. Rund 200 Mal interveniere die Kremser Bezirksstelle im Jahr bei Arbeitgebern. In mehr als der Hälfte der Fälle kommt es Schartner zufolge zu einer außergerichtlichen Einigung.


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