Kremser Notarztstützpunkt ist gesichert, Hubschrauber fliegt bald auch nachts
BEZIRK KREMS. Die Notarztversorgung in Niederösterreich ist gesichert. Das Rote Kreuz wird auch ab dem Jahr 2017 diese Leistung übernehmen und alle Stützpunkte erhalten. Gleichzeitig wird der Betrieb des am Flugplatz in Krems-Gneixendorf stationierten Notarzthubschraubers „Christophorus 2“ auf 24 Stunden ausgeweitet. Ab dem kommenden Jahr können Patienten auch in der Nacht schnellstmöglich versorgt werden.

Nachdem die bestehenden Verträge des Landes für die „bodengebundene Notarztversorgung“ mit Jahresende auslaufen, mussten diese Leistungen neu ausgeschrieben werden. Den Zuschlag für den Betrieb ab 2017 erhält wieder das Rote Kreuz gemeinsam mit dem Arbeitersamariterbund Niederösterreich als Subunternehmer. Das Konzept des Roten Kreuzes sieht vor, alle bestehenden Standorte auch in Zukunft zu betreiben. Damit bleibt auch der Notarztstützpunkt in Krems erhalten.
Langfristige Partnerschaft
„Die Notarztversorgung in Niederösterreich ist gesichert“, betont Landeshauptmann-Stellvetreterin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). „Durch unsere 27 Spitalsstandorte ist sichergestellt, dass 95 Prozent der Bevölkerung innerhalb von einer halben Stunde das nächstgelegene Spital erreichen können“, ergänzt Landesrat Karl Wilfing (ÖVP). Ziel der Neuausschreibung sei es gewesen, die Grundlagen für eine langfristige Partnerschaft zu schaffen, erklärt Landesrat Maurice Androsch (SPÖ).
Alles beim Alten
Zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis zeigt sich auch der Kremser Rot-Kreuz-Bezirksstellenleiter Johann Paul Brunner: „Für die Bevölkerung von Stadt und Bezirk Krems ändert sich nichts. Wie bisher rückt der Notarzt nach Alarmierung aus. Das heißt, der Notarztwagen fährt von der Rot-Kreuz-Bezirksstelle zum Landesklinikum und holt den vom Land dafür abgestellten Notarzt ab“.
Land zahlt 780.000 Euro für Nachtflugbetrieb
Eine gravierende Änderung gibt es jedoch im Bereich der Flugrettung: Ab Jänner 2017 ist der am Flugplatz in Krems-Gneixendorf stationierte Notarzthubschrauber „Christophorus 2“ rund um die Uhr einsatzbereit. Land und ÖAMTC haben hier gemeinsam einen zweijährigen Probebetrieb beschlossen. Das Land Niederösterreich stellt für den Nachtflugbetrieb jährlich zusätzlich 780.000 Euro zur Verfügung.
„Tausende Leben gerettet“
„Die Hubschrauber-Flotte der Flugrettung hat schon tausende Leben gerettet und garantiert eine schnelle und kompetente Erstversorgung in ganz Niederösterreich. Das macht sie zu einem wesentlichen und unverzichtbaren Faktor für die Sicherheit im Land“, erklärt Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP). Sein Dank gilt dem ÖAMTC für die akribischen Vorbereitungsarbeiten.Großes Einsatzgebiet“Die ÖAMTC-Notarzthubschrauber können und dürfen nachts fliegen“, erklärt ÖAMTC-Präsident Werner Kraus. „Mit dem Land NÖ haben wir einen Partner gefunden, der ebenfalls den Bedarf einer Ausdehnung des Betriebs auf 24 Stunden erkannt hat“, so Kraus weiter. Das Einsatzgebiet von „Christophorus 2“erstreckt sich in einem Radius von etwa 100 Kilometern rund um Krems und umfasst das gesamte Waldviertel, Teile des Weinviertels, St. Pölten Stadt und Land sowie den Bezirk Melk.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden