Klimaschutz wird global und auch regional immer wichtigeres Thema
KREMSMÜNSTER/BEZIRK/OÖ. Beim Klimabündnis-Vernetzungstreffen in Kremsmünster wurde über Möglichkeiten bewusstseinsbildender Maßnahmen in Sachen Klimaschutz gesprochen. Das große Zukunftsthema rückt auch auf regionaler Ebene verstärkt in den Fokus.

Noch bis 11. Dezember wird in Paris bei der UN-Klimakonferenz über Maßnahmen zum Klimaschutz auf internationaler Ebene beraten. Mit dem Klimabündnis lud eine Organisation zu einem Treffen in Kremsmünster, die Gemeinden und Betriebe in Oberösterreich und im Bezirk Kirchdorf bei der Umsetzung von Klimaschutzprojekten unterstützt.
„Global denken, lokal handeln“
„Mit der Mitgliedschaft im Klimabündnis setzt man ein sichtbares Zeichen, dass Klimaschutz ein Gemeindeanliegen ist“, erklärte Klimabündnis-Regionalstellenleiter Norbert Rainer beim Vernetzungstreffen. Er informierte gemeinsam mit Ulrike Singer sowie Klimaschutzbeauftragtem Andreas Drack.287 Gemeinden und 541 Betriebe sind in Oberösterreich aktuell sogenannte „Klimabündnis-Gemeinden“. Seit 1990 ist die „globale Partnerschaft zum Schutz des Weltklimas“ aktiv. Sie berät und unterstützt Gemeinden, Betriebe aber auch Privatpersonen beim Thema Klimaschutz auf allen Ebenen. Dabei ergeben sich in Oberösterreich Synergien mit anderen Förder- und Projektprogrammen wie etwa den LEADER- und Energiemodellregionen.Im Bezirk Kirchdorf sind 20 der 23 Gemeinden Teil der Partnerschaft.
Wichtige Projekte in den Gemeinden des Bezirks sind etwa „Hinterstoder sanft mobil“, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, die Errichtung von Photovoltaikanlagen mit Bürgerbeteiligung oder verschiedene Maßnahmen, um das Fahrradfahren attraktiver zu machen. Kremsmünster – Gastgebergemeinde des Regionaltreffens – ist seit 1994 beim Klimabündnis. Umweltausschuss-Obfrau Nicola Abler-Rainalter: „Wir möchten damit unseren Beitrag leisten zu nachhaltiger Entwicklung, um verantwortlich und weitsichtig zu handeln in Hinblick auf unsere Ressourcen. Dies ist aus meiner Sicht notwendig, damit auch künftige Generationen Lebensqualität vorfinden und leben können.“
Arbeitsprogramm
Der Umweltausschuss der Marktgemeinde arbeitet daher gerade an einem Programm mit konkreten Projekten und Aktivitäten für die nächsten sechs Jahre. „Wir wollen weitergehen in Richtung Energie-Autarkie, die Landesgartenschau mit einem Energielehrpfad bereichern, Bewusstseinsbildung machen für komplementäres Geld – Geld, das die Region stärkt und regionale Potenziale wiederaufleben lässt“, gibt Nicola Abler-Rainalter einen kleinen Vorgeschmack auf künftige Umweltaktivitäten in Kremsmünster. Die Mitarbeiter von Klimabündnis OÖ mit Sitz in Linz organisieren Lehrgänge, Seminare, Events, Bildungsprojekte und bieten Beratung und Prozessbegleitung an.
In Sachen Klimaschutz legt das Bündnis den Schwerpukt auf vier große Bereiche. Neben den Themen Erneuerbare Energie und Energiesparen wird der Fokus auf Mobilität, Ernährung und Raumplanung gelegt. „Wichtig ist uns ein humorvoller und unverkrampfter Zugang zu den Klimaschutz-Themen. Klimaschutzfragen betreffen Bereiche – wie etwa den der Mobilität –, in denen viele unterschiedliche Interessen aufeinander treffen, darum gilt es hier behutsam zu agieren“, stellte Norbert Rainer fest.
Bewusstseinsbildung
Strenge CO2-Messungen und Vergleiche zwischen Gemeinden werden daher von Klimabündnis nicht vorgenommen. Mit dem Klimacheck gibt es aber etwa ein Werkzeug, mit dem man sich im Groben über die Werte orientieren kann.Ein wichtiges Thema im Zusammenhang mit Klimaschutz hierzulande sind natürlich auch die Landesförderungen, denn klimafreundliche Projekte wollen finanziert sein. Andreas Drack, Landes-Klimaschutzbeauftragter, gab daher beim Regionaltreffen einige Tipps, wie Gemeinden und Betriebe am einfachsten zu Förderungen gelangen und Projekte sinnvoll planen können. Alle Infos zu Fördermöglichkeiten gibt es auch auf der Website www.klimarettung.at
Weitere Infos zu Klimabündnis:


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden