KRENGLBACH. Nicht nur für jeden Einzelnen ist das Leben durch das Corona-Virus anders geworden, auch der Zoo Schmiding kämpft mit den Auswirkungen der Pandemie.

„Wirtschaftlich ist dies für uns als privat geführter, gemeinnütziger Zoo, der ganz ohne staatliche Mittel auskommen muss, und somit von den Eintrittsgeldern zum Decken seiner Kosten abhängig ist, eine schwere Herausforderung“, erklärt Daniela Artmann vom Zoo Schmiding.
Keine Kurzarbeit möglich
Die Eintrittsgelder fallen seit 16. März gänzlich weg. „Aber wir müssen unsere Tiere natürlich trotzdem weiterhin mit vollem Einsatz pflegen, füttern und versorgen und können somit kaum von den Kurzarbeitsmöglichkeiten Gebrauch machen“, erklärt die Zoologin. Mit Ausnahme der Kassenkräfte und ein paar im Backoffice sind fast alle der rund 30 Angestellten weiterhin im Einsatz.
Tiere gehen online
Intensiv wurde in den vergangenen Wochen am Social Media-Auftritt des Zoos gearbeitet. „Da waren wir bisher nicht besonders aktiv“, so Artmann. Nun gibt es auf Facebook und Instagram regelmäßig Neuigkeiten aus dem Zoo und Mitarbeiterin Beatrice versorgt die Besucher zu Hause am Bildschirm mit virtuellen Rundgängen zu Giraffen, Flamingos und Co.
Unterstützer gesucht
Ein Grund für diese Videos ist auch, dass die Paten, die derzeit gesucht werden, einen Einblick bekommen, was mit ihrem Geld passiert. Mit Hilfe dieser Patenschaften versucht der Zoo, den Entfall der Eintrittsgelder abzufedern und hofft deshalb, noch weiter Paten zum Beispiel für einen Tiger, einen Roten Panda oder ein Faultier zu finden.


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