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Einmal im Jahr wird der World Fair Trade Day oder Weltladentag international gefeiert. In Lanzenkirchen feierte der lokale Weltladen-Verein „Unsere Erde – eine Familie“ und die Fairtrade-Gemeinde am 1.Mai mit dem traditionellen Weltladen-Fest am Hauptplatz. Dieses Jahr im Fokus: Klimawandel und Flucht.

  1 / 3   Bgm. Bernhard Karnthaler, Organisator Weltladen-Obmann Christian Zettl, Vizebgm. Heide Lamberg mit Familie Rezayee aus Afghanistan Foto: Martina Karnthaler

Über 20 Millionen Menschen verlieren jährlich durch Stürme oder Überschwemmungen ihr Zuhause. Besonders betroffen sind Menschen, die am wenigsten für den Klimawandel verantwortlich sind: die Ärmsten aus den ärmsten Staaten. Die Partner des Fairen Handels reagieren mit Anpassungsmaßnahmen  auf die Auswirkungen des Klimawandels und werden dabei von den Weltläden unterstützt.

Flüchtlinge waren auch aktiv am Fest in Lanzenkirchen beteiligt: So bereiteten interessierte Lanzenkirchner gemeinsam mit im Ort lebenden Flüchtlingen traditionelle Süßspeisen aus Afghanistan für das  „interkulturelle Faire Frühstücksbuffet“ zu. Ein Klima-Info-Pfad machte sichtbar, wie sich der Klimawandel auswirkt und was man konkret tun kann.

Torschießen für ein gutes Klima

Wie Bürgermeister Bernhard Karnthaler und Pater Nestor versuchten viele, den „Ball“ in das Torwandloch zu befördern. Das „Fetzenlaberl“ musste jedoch erst aus alten Plastiksackerln gebastelt werden - so wie es bei Kindern in Afrika üblich ist, denen es am Geld mangelt, einen richtigen Ball zu kaufen.

Der Weltladen belohnte jeden Treffer mit einer Spende für ein Klimaschutz-Projekt im Andenhochland Ecuadors: In vier Indio-Gemeinden werden dort insgesamt 70.000 Setzlinge gepflanzt sowie rund 900 Kilogramm Grassamen gesät, um die Böden zu revitalisieren und vor Erosion zu schützen.

Grüner Hauptplatz

Ergrünt war auch der Hauptplatz von Lanzenkirchen durch die zahlreichen Anbieter von biologischen Jungpflanzen, die zum Kauf und zum Tausch angeboten oder ganz einfach verschenkt wurden.

Auch für Kinder gab es ein spannendes Programm: So vermittelte Renata Bock ihnen die alte Handwerkskunst des Lederprägens. „Ein rundum gelungenes Fest, das wieder gezeigt hat, dass Solidarität und Klimaschutz keine Grenzen kennen und man gemeinsam viel erreichen kann“, so der Organisator des Festes Weltladen-Obmann Christian Zettl.


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