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Nach 31 Jahren hinter der Budel ist Schluss: Lasbergerin schließt ihren Ein-Frau-Betrieb

Mag. Susanne Überegger, 24.10.2017 16:00

LASBERG. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge wird Irmgard Preinfalk Ende Oktober ihr Geschäft für immer schließen und in den wohl verdienten Ruhestand treten. Seit 31 Jahrens steht die Lasbergerin hinter der Budel in ihrem Schuhgeschäft, das zugleich Trafik und ein Ort für Geselligkeit und gelebte Hilfsbereitschaft ist.

Am 31. Oktober geht Irmgard Preinfalk in Pension. Foto: Überegger
Am 31. Oktober geht Irmgard Preinfalk in Pension. Foto: Überegger

„Danke für“s Zuhören“, sagen die Kunden in den letzten Tagen, in denen die Trafik gegenüber der alten Marktschmiede geöffnet ist, überreichen zum Abschied Pralinen und Blumen an Irmgard Preinfalk.

Von morgens halb sechs bis sechs Uhr am Abend geöffnet

1987 hat die gelernte Einzelhandelskauffrau das Schuhgeschäft von ihren Eltern übernommen, es um eine Trafik erweitert, „damit die Nahversorgung gesichert ist.“ Die Lasbergerin, die mit ihrem Mann Alois in Edlau wohnt, vier Kinder und fünf Enkerl hat, schupft den Ein-Frau-Betrieb – von morgens um halb sechs bis sechs Uhr am Abend im Alleingang.

Am Sonntag geht es im Geschäft zu wie im Taubenschlag

Sogar am Sonntagvormittag hat das kleine Geschäft, in dem sich Schuhe, Zeitschriften, Zigaretten, Schulartikel, Lottoscheine, Friedhofskerzen, Glückwunschkarten und allerlei Krimskrams stapeln, für einige Stunden geöffnet. Da geht es dann auf den wenigen Quadratmetern zu wie in einem Taubenschlag.

Viele Lasberger seit drei Generationen Stammkunden

Tagwache ist für Irmgard Preinfalk wochentags um halb fünf am Morgen, krank sein durfte sie praktisch nie. „Als ich mir bei einem Sturz den Arm gebrochen habe, war ich zwei Stunden im Krankenhaus und bin danach gleich wieder im Geschäft gestanden.“ Die Kundschaften kommen auch aus den umliegenden Gemeinden, viele Lasberger Familien sind seit drei Generationen Stammkunden.

Auf einen Kaffeeplausch

Der Kaffeeautomat im Geschäft zieht Kunden an, für jeden nimmt sich Irmgard Preinfalk Zeit für einen kleinen Plausch, hat stets ein nettes, aufmunterndes Wort übrig. Helfen, wo sie nur kann, ist für die 61-Jährige selbstverständlich. „Wer grantig zu mir ins G“schäft kommt, geht gut aufgelegt wieder raus.“

Der Zeitpunkt für die Pension ist bewusst gewählt: „Im November kommt die Digitalisierung der Vignette, nächstes Jahr darf in der Trafik nicht mehr geraucht werden und eine Scannerkasse bräuchte ich auch – das hätte sich für die nächsten ein, zwei Jahre nicht mehr ausgezahlt.“


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