Musikalische Delikatessen: Zu Gast in der Klangküche des Bezirksorchesters
LEMBACH. Zum 70-jährigen Jubiläum des Blasmusikverbandes lädt das Bezirksorchester Rohrbach am 20. Jänner zum Konzert in die Alfons Dorfner Halle in Lembach. Das Motto „Musikalische Delikatessen“ verspricht einen interessanten Abend. Tips war bei den Proben dabei.

Walter Hartl kocht vor Tatendrang fast über, wenn er am Pult des Bezirksorchesters steht. „Die Trompeten etwas leiser bitte, sonst hört man von der Melodie nichts mehr.“ Fein säuberlich schmeckt Hartl den Orchesterklang ab und würzt nach, bis es klingt, wie er sich das vorstellt. Manchmal bedarf es einiger Versuche, bis der Chefkoch zufrieden ist. Die Musiker sind gefordert, die Konzentration aufrecht zu erhalten. Deshalb dürfen auch nur die Besten im Bezirksorchester mitspielen.
Die Besten des Bezirks
„Der große Unterschied zu den Konzerten der Musikvereine ist, dass wir ein Auswahlorchester sind und nur die Besten des Bezirks mitspielen dürfen. Dadurch können wir anspruchsvollere Literatur bewältigen“, erklärt Hartl. Das Programm ist vielfältig: Leichte Kavallerie, Les Miserblès, Herr der Ringe... Die Proben sind knapp bemessen: „Wir proben relativ wenig, dafür aber sehr effektiv und intensiv. Umso mehr stehen die Musiker in der Pflicht. Den Großteil des Programms müssen sie sich zuhause selbstständig erarbeiten“, sagt der Dirigent.
Musikalische Haubenküche
Auch Wolfgang Panholzer tüftelt noch an den Details. Walter Hartl und er werden das Konzert am 20. Jänner gemeinsam leiten. „Der Vorschlag am Anfang dieser Figur ist lauter als der Rest, können wir den etwas leiser spielen?“ Nach einigen Wiederholungen sitzt die Stelle und es geht hurtig weiter im Notentext. Probenzeit ist kostbar. Auch wenn zwei Wochen vor dem Konzert noch etwas Salz und Pfeffer fehlen, ist schon jetzt absehbar, dass das Bezirksorchester am 20. Jänner musikalische Haubenküche vom Feinsten präsentieren wird.


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