Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

LEMBACH. Willi Hopfner hat eine Vision: Er möchte eine Koordinierungsstelle im Bezirk schaffen, in der sämtliche Umwelt- und Energieangelegenheit gebündelt werden. Denn diese wichtige Aufgabe könne man weder den Gemeinden, noch ehrenamtlichen Akteuren überlassen. Allerdings stößt der Lembacher mit seinem Anliegen bislang auf taube Ohren.

Die Bemühungen in Sachen Energie und im Umweltbereich, wie sie etwa die Energiegenossenschaft leistet, gehören bezirksweit koordiniert, meint Willi Hopfner. Foto: Energiegenossenschaft Donau-Böhmerwald

Als Biopionier, der schon seit 20 Jahren als Umwelt- und Energiebeauftragter der Gemeinde Lembach tätig und auch im Vorstand des Lebensraums Donau-Ameisberg aktiv ist, kennt Willi Hopfner die Probleme und Herausforderungen. „Die Bemühungen in den Gemeinden sind sehr unterschiedlich. In manchen Gemeinden tut sich sehr viel in diesem Bereich, in anderen bewegt sich ganz wenig. Es soll auch nicht den Gemeinden alleine zugemutet werden, Aktivitäten zu setzen und Bewusstseinsbildung zu schaffen. Da fehlt die Unterstützung von geschultem Personal“, zeigt Hopfner auf.

Ehrenamtlich nicht machbar

Selbst im Lebensraum Donau-Ameisberg, dem acht Gemeinden angehören, sei es „unmöglich, alle wichtigen Themenbereiche mit ehrenamtlichen Engagement mit Leben zu erfüllen.“ Ebenso reiche die Klima- und Energiemodellregion nicht aus. Dem Lembacher schwebt deshalb eine Koordinierungsstelle vor, in dem bezirksweit Projekte und Maßnahmen im Umwelt- und Energiebereich gebündelt werden. Nach Vorbild des Bezirksabfallverbandes, der die Abfallwirtschaft mustergültig organisiert, ergänzt Willi Hopfner. Er könnte sich auch eine Zusammenarbeit mit dem BAV vorstellen, um Synergien zu nutzen.

Fachlich sinnvoll

Dessen Geschäftsstellenleiter Markus Altenhofer meint auf Tips-Anfrage, dass er sich durchaus vorstellen könne, Strukturen im Bezirk zusammenzuführen oder die Klima- und Energiemodellregion plus Energiegenossenschaft als Gemeindeverband weiterzuführen. „Die Hauptzielgruppe Gemeinden als übergeordnete Verbandsstruktur auch in Klima-, Energie- und Mobilitätsfragen zu begleiten und bürgerfreundliche Projekte umzusetzen, macht auf jeden Fall Sinn.“ Kooperations-Beispiele gebe es ja schon genug, nennt Altenhofer die bezirksweit einheitlichen Müllgebühren, aber auch das E-Carsharing oder die Photovoltaikanlagen mit Bürgerbeteiligung. Allerdings fehlt es für eine zentrale Stelle an den notwendigen gesetzlichen Strukturen, wie auch Willi Hopfner in den vergangenen Jahren feststellen musste.

Nicht finanzierbar

Aus dem Büro von Energiereferent LHStv. Michael Strugl heißt es dazu: „Im Hinblick auf notwendige Einsparungen der öffentlichen Hand ist eine solche Maßnahme aufgrund der daraus entstehenden zusätzlichen Kosten nicht umsetzbar.“ Im aktuellen Energie-Förderprogramm des Landes OÖ gebe es zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen für Gemeinden, verbunden auch mit entsprechenden Beratungsangeboten - wie das Gemeinde-Energieprogramm GEP, die Förderungen im Bereich der erneuerbaren Energiegewinnung oder das Förderprogramm Photovoltaik in den Kindergärten, das bis Ende des Jahres läuft. Es bestehe daher kein Bedarf an einer zusätzlichen Koordinierungsstelle.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden