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OÖ. Als wichtige Kompenente für optimale Vernetzung der Mobilitätsformen sieht Landesrat Steinkellner attraktive Fahrradabstellanlagen. Projekterkenntnisse entlang der Straßenbahnlinie 3/4 zeigen - wer sein Fahrrad in Sicherheit weiß, nutzt gerne und mit gutem Gefühl den öffentlichen Verkehr.

Radboxen im Bäckerfeld/Leonding. (Foto: Land OÖ / Abteilung GVÖV)
  1 / 3   Radboxen im Bäckerfeld/Leonding. (Foto: Land OÖ / Abteilung GVÖV)

„In Oberösterreich wollen wir durch eine ganzheitlich betrachtete Mobilität, verschiedene Mobilitätsformen optimal aufeinander abstimmen. Im Rahmen unseres Ende 2015 gestarteten Projekts ‚sicheres Fahrradparken‘ wurden entlang der Straßenbahnlinie 3/4 rund 30 Radabstellboxen verbaut. Unsere Erfahrungswerte zeigen, dass durch eine attraktive Abstellinfrastruktur Synergien entstehen. Diese kommen sowohl dem Rad- als auch dem öffentlichen Verkehr zugute“, unterstreicht Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner.

Radverkehr und öffentlicher Verkehr ergänzen sich perfekt. Während das Fahrrad auf kurzen und mittleren Strecken ein gesundes, flexibles und kostengünstiges Verkehrsmittel ist, so hat der ÖV seine Stärken auf mittleren und längeren Reisestrecken. So ist ökologisches aber auch bequemes und witterungsunabhängiges Reisen möglich. Radabstellanlagen sind eine wichtige Komponente, um die Fahrrad- und ÖV-Nutzung im Alltag optimal aufeinander abzustimmen und dadurch das umweltbewusste Reisen zu ermöglichen.

Gerade der größer werdende Anteil an teuren E-Bikes verlangt sichere Abstellmöglichkeiten an Mobilitätsknoten. Besonders bei der Thematik Diebstahlsicherheit ist die Wahl des Abstellsystems eine zentrale Angelegenheit.

Fahrradboxen – Schiene OÖ als Vorreiter für hohen Haltestellenstandard

Fahraddboxen bieten den Radfahrern neben hohem Komfort auch Schutz vor Vandalismus, Beschädigung und Diebstahl. Im Zusammenspiel mit den oberösterreichischen Gemeinden und Infrastruktureigentümern (wie der ÖBB) konnten bislang im Land 146 dieser Boxen an Bahnhöfen, Busterminals und Straßenbahnhaltestellen verbaut werden.

Besondere Initiative bei der Haltestelleninfrastruktur zeigte die Schiene OÖ GmbH, welche für die Planung und Errichtung der Straßenbahnlinie 3/4 in Richtung Traun verantwortlich war An allen Haltestellen der Straßenbahnlinie nach Traun wurden hohe Mobilitätsstandards für Radfahrer umgesetzt. Großzügige, überdachte Fahrradabstellanlagen sind die Regel. Nur in Langholzfeld konnten aufgrund von Platzproblemen nur freistehende Bügel für fünf Fahrräder aufgestellt werden.

Variable Mietmöglichkeiten geschaffen

Die Boxen sind mit einer zusätzlichen elektronischen Ladeeinrichtung ausgestattet, was besonders den Eigentümern von E-Fahrrädern entgegenkommt. Die Radboxen können auf Monats-, Quartals-, Halbjahres- oder Jahresbasis angemietet werden.

„Mit diesem hoch qualitativen System schaffen wir eine optimale Verzahnung der Mobilitätsformen. Die sichere Aufbewahrung des Rads, sowie das gleichzeitige Bereitstellen von Ladeinfrastruktur und zusätzlichem Stauraum für Radhelme, Regenmäntel und Co, sorgt für einen hohen Standard bei der Haltestelleninfrastruktur und somit auch zufriedene Fahrgäste“, fasst der Geschäftsführer der Schiene OÖ, Herbert Kubasta, zusammen.

Weiterer Ausbau zielführend

Auch zukünftig soll dieser eingeschlagene Weg fortgesetzt werden. Dort wo es baulich möglich ist, soll eine sichere und attraktive Abstellinfrastruktur gewährleistet werden, um die verschiedenen Mobilitätsformen ganzheitlich miteinander zu vernetzen.

„Der Trend in Richtung mehr Mischmobilität wird sich in der Zukunft weiter manifestieren. Mit dem Auto oder dem Rad zur Park-and-Ride bzw. Bike-and-Ride-Anlage und weiter mit Bahn, Tram oder Bus. Es gibt tolle Beispiele an Oberösterreichischen Bahnhöfen und Haltestellen, wo Mobilität vernetzt gedacht und im Sinne eines ganzheitlichen und nachhaltigen Mobilitätsverständnisses umgesetzt wurde“, freut sich Landesrat Steinkellner abschließend.


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