Grünzug St. Isidor: Gemeinderat gegen Volksbefragung
LEONDING. Zahlreiche Vertreter der Bürgerinitiative “Grünzüge für Leonding“ waren im Gemeinderat am 28. März vertreten, um ihren Unmut kundzutun.

Umso größer war die Enttäuschung im Publikum, als der Dringlichkeitsantrag der Grünen auf Volksbefragung zum Erhalt der Grünfläche St. Isidor keine Mehrheit fand. Nur Neos und Grüne haben für die Befragung abgestimmt.
Sven Schwerer, Stadtrat und Bürgermeisterkandidat der Grünen, ist nach wie vor überzeugt, dass die Bürger noch zu Wort kommen werden: „Wir haben heute viele schöne Worte gehört, aber niemand will handeln. Die Bürgerinitiative wird nun selbst für die Volksbefragung sorgen“.
Gemeinsamer Antrag von Schwarz, Rot und Blau
VP, SP und FP lehnten den Antrag auf Befragung der Bürger ab, da zum jetzigen Zeitpunkt kein konkretes Projekt vorliege, über das man entscheiden könne.
„Die Fläche von Traun ist in Leonding grün. Daran hat sich in 20 Jahren nichts geändert. Wir müssen uns entwickeln und können nicht von vornherein alles ausschließen“, so die amtsführende Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek.
In dem stattdessen eingebrachten Dringlichkeitsantrag bekennen sich die drei Fraktionen aber dazu, „dass der Gemeinderat die Meinung der Bevölkerung jedenfalls einholt, sollten die Grundeigentümer ein konkretes Projekt und eine konkrete Nutzung vorlegen“.
Weiteres Ziel des Antrages sei es, mit den Eigentümern über den Erwerb von Teilflächen oder die kostenlose Abtretung von Teilflächen an die Gemeinde zu verhandeln. In weiterer Folge soll dafür gesorgt werden, das die Nutzung dieser Flächen im öffentlichen Interesse liegen.
Eine Idee, der Johann Katstaller, Obmann der Bürgerinitiative, nichts abgewinnen kann. „Das würde eine Filetierung des Grünzuges bedeuten. Das bringt nichts. Der Grünzug funktioniert nur ,wenn er geschlossen bleibt.“
Klare Worte fand auch Gemeinderat Landesrat Günther Steinkellner: „Eine Volksbefragung bringt den Bürgern in diesem Fall Null Sicherheit. Ich kann aber mit Sicherheit sagen, dass ein Umwidmung dort rein verkehrsmäßig gar nicht möglich wäre. Das würde zum Verkehrskollaps führen“, so Steinkellner.
Landesrat Günther Steinkellner:
Eine Umwidmung geht dort verkehrsmäßig gar nicht, das ist unmöglich, das würde zum Verkehrskollaps führen.
Vizebürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek:
Die Fläche von Traun ist in Leonding grün. Daran hat sich in 20 Jahren nichts geändert. Wir müssen uns entwickeln.
Johann Katastaller, Obmann der Bürgerinitiative:
Der Grünzug darf nicht filetiert werden, er funktioniert nur, wenn er geschlossen bleibt.


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