Naturschutz kauft Feuchtweise
LEOPOLDSCHLAG. Direkt am Grünen Band kaufte der Naturschutzbund wieder eine besonders wertvolle Feuchtwiese.

Die knapp einen Hektar große Wiese in der Gemeinde Leopoldschlag liegt direkt an der Maltsch, dem Grenzfluss zu Tschechien, und bietet nicht nur Wachtelkönig oder Fischotter ein Zuhause: Besonders die heimischen Schmetterlinge wie der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling und verschiedene Scheckenfalter- und Perlmuttfalter-Arten sollen durch den Erhalt der Fläche auch in Zukunft eine Heimat haben. Der Kauf gelang durch die Unterstützung von dm drogeriemarkt im Rahmen der Initiative „dm flugland“.
Seltener Schmetterling
Besonders der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist (außer im Alpenvorland) mittlerweile selten geworden. Die Raupen des Tagfalters ernähren sich in ihrer frühen Entwicklung ausschließlich von den Blüten des Großen Wiesenknopfs, der auf feuchten Böden gedeiht. Danach lassen sie sich von Ameisen in deren Nest tragen. Dies geschieht, da die Schmetterlingsraupen in der Lage sind, den arteigenen Geruch der Ameisen zu imitieren. Einmal im Ameisennest untergebracht, werden sie von den Ameisen wie die eigene Brut gepflegt, obwohl sie sich von deren Eiern und Larven ernähren.
Die etwa einen Hektar große Fläche liegt zwischen Leopoldschlag und Stiegersdorf und grenzt an weitere, bereits dem Naturschutzbund gehörende Wiesen. Sie wird so gepflegt, dass die auf ihr vorkommenden Tier- und Pflanzenarten in all ihren Besonderheiten berücksichtigt werden. Das bedeutet, sie wird nicht gedüngt, spät gemäht und Schnittgut entfernt. „Schmetterlinge reagieren besonders empfindlich auf Veränderungen ihrer Umwelt“, sagt Naturschutzbund-Geschäftsführerin Birgit Mair-Markart.


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