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LEOPOLDSCHLAG. Als beeindruckend und beispielgebend bezeichnet LAbg. Stefan Kaineder, Grüner Landessprecher, die Arbeit der Teilnehmer am Green Belt Camp an der Maltsch. Beim Lokalaugenschein forderte er aber auch die Politik auf, endlich kosequent gegen das zunehmende Artensterben vorzugehen. 

Nicht nur von der Arbeit der Freiwilligen, auch von den Wasserbüffeln als Landschaftspfleger war LAbg. Stefan Kaineder (Grüne) bei seinem Besuch an der Maltsch beeindruckt. Foto: Grüne OÖ

„Was die Teilnehmer des Green Belt Camp für den Artenschutz leisten, ist großartig und beispielgebend. Wir alle wissen, dass das Artensterben immer dramatischer wird. Viele Tier- und Pflanzenarten sind bedroht oder verschwinden einfach. Indem sie Lebensraum für viele Arten pflegen und erhalten, leisten die Campteilnehmer einen sehr wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Es ist aber ganz klar, dass auch die Politik endlich die Verantwortung für den Artenschutz übernehmen muss“, betont der Grüne Landessprecher LAbg. Stefan Kaineder nach dem Besuch des Green Belt Camps im Europaschutzgebiet Maltsch. Diese liegt am Grünen Band Europas, dem längsten Biotopverbundsystem der Welt.

Wichtiger Lebensraum für seltene Vögel

Die Maltsch im Norden Oberösterreichs bildet 26 Kilometer lang die Staatsgrenze zwischen Österreich und Tschechien. Die Feuchtwiesen und großzügigen Überschwemmungsflächen sind wichtiger Lebensraum für selten gewordene, bodenbrütende Vogelarten. Damit das so bleibt, müssen die Feuchtwiesen regelmäßig gepflegt werden. „Diese Arbeit ist schweißtreibend, das haben wir miterlebt. Die Freiwilligen arbeiten mit Sensen und ausgebildeten Arbeitspferden. Dass auch Wasserbüffel eingesetzt werden, ist natürlich ganz besonders beeindruckend“, betont Kaineder. Dieser aktive Artenschutz muss von der Politik noch viel stärker unterstützt werden. Die Grünen setzen sich seit Jahren für ein entschiedenes Vorgehen gegen das Artensterben ein und fordern konkrete Maßnahmen – auch im OÖ Landtag.

Pestizide verbieten, Flächenversiegelung und Lichtverschmutzung stoppen

Aktuell haben die Grünen wieder einen Antrag eingebracht. „Wir müssen schrittweise raus aus den Pestiziden und die gefährlichsten sofort verbieten. Wir müssen die Landwirtschaft umstellen, die Flächenversiegelung und die Lichtverschmutzung stoppen. Das sind unsere Forderungen und wesentliche Schritte gegen das Artensterben. ÖVP und FPÖ müssen endlich erkennen, dass ohne Handeln das Artensterben nicht zu stoppen ist“.


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