Umweltfreundliche Wallfahrt über die Grenze
LICHTENAU. Am Pfingstsamstag marschierte eine Gruppe von Pilgern von Hörleinsödt zur Wallfahrtskirche St. Thoma in Tschechien.

Zum Teil waren die Wanderer der Einladung des Netzwerks der Christen für eine gerechte Welt gefolgt und umweltfreundlich mit der Mühlkreisbahn sowie dem Shuttlebus angereist. Ab der Grenze in Hörleinsödt ging es dann zu Fuß weiter. Nach sieben Kilometern war das Ziel, die Kirche St. Thoma, erreicht. Wegbegleiter war Fritz Bertlwieser, der erzählte, wo welches Haus der früheren Pfarre Deutsch-Reichenau gestanden hatte, wo der einstige Eiserne Vorhang verlaufen ist, wo der elterliche Bauernhof seiner Mutter gestanden hatte, und er berichtete von der Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung in Südböhmen.
Die Teilnehmer erfuhren von ihm auch, dass die Filialkirche St. Thoma, eine alte gotische Kirche, ein architektonisches Juwel im Südböhmen ist. Dass sie nicht auch dem Erdboden gleich gemacht wurde, grenzt beinahe an ein Wunder: Die Kirche wurde zur Zeit des Kommunismus als Stall für die Pferde der Grenzsoldaten und zur Futteraufbewahrung gebraucht und ist darum noch erhalten. Dank dem ehrenamtlichen Einsatz von Johann Bertlwieser (seinem Onkel) und Herrn Zerbs aus Linz steht die Kirche bis heute im Böhmerwald. Ebendort feierten die Wallfahrer einen Wortgottesdienst, ehe sie sich wieder auf den Rückweg machten.


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