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Finanzpolizei deckt Verstöße auf Google-Baustelle in Kronstorf auf

Online Redaktion, 04.03.2026 05:22

KRONSTORF. In Kronstorf entsteht ein neues Google-Rechenzentrum. Wie die Finanzpolizei aufgedeckt hat, geht auf der Baustelle aber nicht alles mit rechten Dingen zu. 

Bis zu 700 Arbeitskräfte sollen im fertigen Rechenzentrum einmal arbeiten. Derzeit wird noch gebaut. (Foto: Volker Weihbold)

Anfang Februar kontrollierten Organe der Finanzpolizei die Baustelle, die sicherheitstechnisch besonders abgesichert ist. Der Zutritt war den Einsatzkräften nur nach biometrischer Registrierung sowie entsprechender Zutrittsfreigabe möglich.

Insgesamt wurden 31 Arbeitskräfte angetroffen, überwiegend ausländischer Herkunft. Dabei stellen die Finanzpolizisten 26 Übertretungen nach sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften, eine gewerberechtliche Übertretung sowie vier Verstöße nach dem Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz fest.

Rund 70.000 Euro Strafe

Für das Bauvorhaben war eigens eine österreichische Tochtergesellschaft eines ausländischen Unternehmens gegründet worden. Aufgrund verzögerter administrativer Abläufe rund um den Jahreswechsel waren jedoch mehrere Beschäftigte zum Zeitpunkt des Arbeitsbeginns noch nicht ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet. Zudem lag die erforderliche gewerberechtliche Berechtigung noch nicht vor.

Auf Basis der festgestellten Verwaltungsübertretungen ist mit Geldstrafen von insgesamt rund 70.000 Euro zu rechnen.

Nicht die letzte Kontrolle

Die Finanzpolizei wird auf der Baustelle in regelmäßigen Abständen weitere Kontrollen zur Sicherstellung der Einhaltung arbeits- und sozialrechtlicher Bestimmungen fortsetzen.

„Die Bekämpfung von Steuer- und Abgabenbetrug ist einer der Schwerpunkte des Finanzministeriums und eine Frage der Gerechtigkeit. Unternehmen, die sich nicht an die Regeln halten, verzerren den Wettbewerb und schaden allen. Daher gilt: Null Toleranz für Steuerbetrug. Das ist im Interesse der redlichen Unternehmen, der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und nicht zuletzt der Steuereinnahmen“, sagt Finanzminister Markus Marterbauer.


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