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ANSFELDEN. Jennifer Scheucher schreibt seit ihrer Kindheit gerne. Jetzt hat die 25-jährige Pädagogin ihren ersten englischen Gedichtband veröffentlicht. Die junge Lyrikerin verarbeitet darin ihre persönlichen Gedanken und Gefühle.

Mit „Melancholy hour“ erfüllte sich Jennifer Scheucher einen großen Traum. (Foto: Scheucher)
Mit „Melancholy hour“ erfüllte sich Jennifer Scheucher einen großen Traum. (Foto: Scheucher)

Seit ich ein Kind war, hat mich das Schreiben und Lesen zutiefst fasziniert. In der Grundschule steckte ich meist mit der Nase in einem Buch. Als wir schließlich in der dritten Klasse begannen, Bildgeschichten zu schreiben, blühte meine Liebe zur Literatur auf“, erzählt die junge Autorin. Seit dieser Zeit drehte sich im Leben des Mädchens alles um das Schreiben. Vom Verfassen eigener Pferdegeschichten in ihrer Kindheit (schon damals hat sie eigene Bücher auf Papier niedergeschrieben) über das Tagebuch- und Songschreiben im Teenageralter bis hin zum kreativen Schreiben von Kurzgeschichten im jungen Erwachsenenalter. Texte halfen Jennifer Scheucher stets dabei, sich mit ihrer Kreativität und ihrer „wahren“ Seele zu verbinden, wie sie selbst beschreibt.

Schreiben als Therapie

„Im Prinzip war das Schreiben also immer ein Ventil für mich, meine wahren Gedanken und Gefühle zu vermitteln, also eine Art therapeutischer Selbstheilungsprozess. Außerdem ist mein Kopf meistens vollgestopft mit so vielen Geschichten, Träumen und Vorstellungen, dass ich das aufschreiben muss, um wieder klar denken zu können. Sonst werde ich regelrecht von Ideen und Worten heimgesucht.“ Ihr erstes Buch ist aber nun quasi fast zufällig entstanden. Eigentlich wollte sie immer einen Roman veröffentlichen. Diese Pläne hat sie dann aber vorerst wieder verworfen und im Jahr 2019 mit ihrem ersten Gedicht begonnen. Aus einem wurden innerhalb kurzer Zeit gleich 15. „Nach und nach kamen dann immer mehr Gedichte dazu, das Schreiben war auf einmal so ungewohnt einfach. Die meisten Texte handeln von der Liebe, den Erinnerungen an die Kindheit, aber auch von Tagträumen. Außerdem konnte ich auch Themen rund um die mentale Gesundheit mit einbringen“, so Scheucher, die als Englisch-Lehrerin ihre Texte in dieser Sprache verfasst hat.

Als es dann darum ging, die Sammlung zu veröffentlichen, hat sich die Ansfeldnerin nach langem Überlegen für die Möglichkeit des Selfpublishing entschieden und ihr Buch über Kindle Direct Publishing drucken lassen. Erhältlich ist „Melancholy hour“ über die Autorin selbst zum Beispiel über ihren Instagram-Account: _jenniferrebecca. „Dann verpacke ich es mit ganz viel Liebe selbst und schicke es den Leuten mit persönlicher Widmung zu“, so Scheucher, die auch in solchen Dinge gerne ihrer Kreativität freien Lauf lässt. Der Gedichtband ist aber auch in einigen lokalen Verkaufsstellen und über regionale Webseiten um 12,90 Euro erhältlich.


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