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TRAUN. Im mittlerweile dritten Pandemiejahr angekommen, ist besonders im Kulturbereich die Sorge vor weiteren Absagen groß. Der Kulturpark Traun startet trotz großer Verluste in den vergangenen beiden Jahren in die Frühjahrssaison. Geschäftsführerin Brigitte Brunner: „Wichtig ist, dass wir etwas machen können und sich die Gäste und Zuschauer sicher fühlen“.

Nach dreimaliger Verschiebung traten die Comedy Hirten vergangene Woche auf. (Foto: Sonja Eder)
Nach dreimaliger Verschiebung traten die Comedy Hirten vergangene Woche auf. (Foto: Sonja Eder)

Seit die ersten Corona-Fälle in Österreich auftauchten, sind mittlerweile rund zwei Jahre vergangen. Zwei Jahre, in denen die Kulturbranche vor viele schwierige Situationen gestellt wurde. „Haben wir damals im März 2020 vor dem ersten Lockdown überlegt, wie das funktionieren soll, haben wir mittlerweile gelernt, uns mit den Bedingungen zu arrangieren“, so Brigitte Brunner. Ganze zwölf Monate hatte der Kulturpark seit dieser Zeit geschlossen. Viele Veranstaltungen mussten abgesagt werden, bei anderen konnte ein Ersatztermin gefunden werden.

„Manche Termine haben wir mittlerweile viermal verschoben. Das macht eine Terminplanung und eine Programmgestaltung natürlich schwierig“, so die Geschäftsführerin der Kulturpark Traun GmbH. Zusätzlich ist auch die finanzielle Situation mittlerweile prekär. Die Einbußen in Traun lagen im vergangenen Jahr bei über 50 Prozent. „Mittlerweile sind viele Kabarettisten froh, wenn sie vor 200 bis 300 Zuschauern, statt wie früher vor einem mit 600 Sitzplätzen voll gefüllten Saal spielen dürfen. Hauptsache sie dürfen überhaupt spielen“, so Brunner. „Die Künstler sind froh über alle Zuschauer. Auch wenn das Publikum die Vorstellung mit Maske genießen muss.“

Schwerwiegende Verluste

Die Zahlen machen die Situation deutlich. Wurden im Jahr 2019 noch rund 30.000 Besucher bei 82 Veranstaltungen in der Spinnerei begrüßt, waren es in den vergangenen beiden Jahren nur noch 8.000 Gäste bei etwa 30 Veranstaltungen, die durchgeführt werden konnten. Insgesamt sank die Zahl von rund 50.000 Gästen im Jahr auf jeweils 13.000 in den Jahren 2020 und 2021. Zusätzlich entgingen dem Kulturpark aufgrund von über 30 abgesagten Großveranstaltungen auch bei der Vermietung des Schlosses 150.000 Euro.

Brigitte Brunner fühlt sich von den Verantwortlichen im Regen stehen gelassen: „Ich hätte mir von der Kultur-Staatssekretärin erwartet, mehr für die regionalen Institutionen da zu sein. Wenn finanzielle Zuwendung nicht möglich ist, wäre zumindest eine Erwähnung der Situation gut und richtig.“ Dennoch geht der Blick positiv in die Zukunft. „Wir tun alles für die Gäste und versuchen immer für sie da zu sein. Wichtig ist jetzt, ein Zeichen zu setzen, dass der Kulturbetrieb lebt“ – so wurde trotz einiger Unsicherheiten ein Frühjahrsprogramm präsentiert.

Unsicherheit groß

Haben sich die Gäste an die Kontrollen bei Veranstaltungen mittlerweile gewöhnt, ist die Unsicherheit weiterhin groß, welche Regelungen aktuell gelten. „Viele Menschen rufen bei uns an, weil ihnen die Situation unklar ist“, so Brunner. Auch die oft langen Wartezeiten auf die Ergebnisse der PCR-Tests (ab 500 Zuschauern gilt die 2G+ Regel) führen zu schwierigen Situationen. „Das ist unangenehm, wenn wir die Besucher dann ‚vergraulen‘“, sagt Brunner. Und das obwohl der Kulturpark sehr kulant ist – ungeimpften Karteninhabern sogar einen Gutschein zur Verfügung stellt.

Highlights finden statt

Hat der Kulturpark für die Jahre nach der Pandemie schon große Pläne, ist man heuer froh, die Höhepunkte durchführen zu können. Am 4. März startet mit dem Shakespeare-Stück „Viel Lärm um nichts“ die Premiere des Theaterfrühlings. „Eine leichte Unterhaltung in Zeiten wie diesen“, so Brigitte Brunner. Infos unter: www.kulturpark.at


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