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ANSFELDEN. Im ABC Ansfelden sind am 8. März zum Weltfrauentag „Medeas Töchter*“ zu Gast. Autorin Tunay Önder schrieb aus feministischer Sicht den griechischen Mythos der Medea neu, fünf Schauspielerinnen steuerten dazu eigene Geschichten bei.

„Medeas Töchter*“ performen am Weltfrauentag im ABC Ansfelden. (Foto: Werner Nowak)
„Medeas Töchter*“ performen am Weltfrauentag im ABC Ansfelden. (Foto: Werner Nowak)

Sie erzählen die Geschichte einer Reinigungskraft, die erschöpft nach langer Arbeit und vielen Respektlosigkeiten noch ihre Selbstständigkeit verwalten muss. Genauso wie die einer Schauspielerin, die aufgrund ihres Akzentes nur wenige Rollen bekommt und sich gegen despotische Regisseure behaupten muss. Die Geschichte einer Supermarktkassiererin und einer jungen Frau, die Träume in Österreich hatte, die geplatzt sind, die kein Blut sehen kann und trotzdem als Krankenpflegerin arbeiten muss, um ihre Kinder zu ernähren. Und die einer Friseurin, die sich als die Projektionsfläche von Wünschen und Bedürfnissen ihrer Kunden erlebt. Die Frauen befreien sich von ihrer gesellschaftlich zugeschriebenen Funktion und treten erstmals als Töchter Medeas kompromisslos und laut in Erscheinung. Auf ihrem Rücken wird Politik gemacht, sie sind aber nicht Teil davon. Sie befreien sich von den Zwängen, die ihr Leben prägen und treten als Töchter Medeas fordernd an die Öffentlichkeit. Die „systemrelevante Performance“ beginnt um 19.30 Uhr im ABC.


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