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KulturExpo 2024 in Linz-Land: Chorkonzerte, Kunst und Musiklabor zu Ehren Bruckners

Melissa Untersmayr, 18.03.2024 13:56

LINZ-LAND. Ganz Oberösterreich ist heuer Bühne des Bruckner-Jubiläumsjahres. In den kommenden Wochen folgen weitere Programmpunkte: Einige interessante Veranstaltungen finden etwa in Ansfelden, Wilhering, Leonding oder Hörsching statt – allesamt Orte mit biografischem Bezug zum berühmten Komponisten.

  1 / 2   Das Atalante Quartett gab in Wilhering Bruckners erstes Kammermusikstück, das lang unbekannte Streichquartett „c-Moll WAB 111“, am 17. März zum Besten. (Foto: Melissa Untersmayr)

Das Land Oberösterreich richtet heuer die erste KulturExpo aus, anlässlich des 200. Geburtstags von Anton Bruckner. Abgebildet wird der umfassende Veranstaltungsreigen in drei separaten Programmheften: Alleine bis April finden über 80 Konzerte, Projekte, Ausstellungen und vieles mehr statt. „Das Programm ist sehr vielfältig, dicht und regional breit. Es passt gut dazu, wie umfassend und nachhaltig wirkmächtig Bruckner die Welt verändert hat“, verkündete Landeshauptmann Thomas Stelzer bereits im November des vergangenen Jahres. Eingebunden sind über 35 Orte mit biografischem Bezug zu Bruckner: neben seinem Geburtsort Ansfelden etwa auch die Gemeinden Leonding, Wilhering und Hörsching.

Stift Wilhering gedenkt Bruckner mit Kirchenmusik

Erst am vergangenen Sonntag, 17. März, präsentierte das Atalante Quartett Bruckners erstes Kammermusikwerk, das Streichquartett „c-Moll WAB 111“, zum Auftakt eines fulminanten Konzertnachmittags im Stift Wilhering. An diesem Ort hat der berühmte Symphoniker mehrere Sommerurlaube verbracht, dabei gelegentlich an der Stiftsorgel gespielt.

Am Ostersonntag, 31. März, ab 10 Uhr wird im Rahmen des Pontifikalamtes Franz Schuberts Messe in C-Dur (D 452) präsentiert. Bruckner war von der Kirchenmusik Schuberts besonders fasziniert. Am Sonntag, 26. Mai, um 10 Uhr wird die Trinitatismesse des Admonter Benediktiners P. Viktorin Berger – dieser kannte Bruckner persönlich – in der Stiftskirche vorgetragen. Zwei Singstimmen begleiten dabei Organist Ikarus Kaiser.

Nächster Höhepunkt ist das Chorkonzert des Singkreises Schönering am 1. Juni um 19.30 Uhr. Unter Bernhard Bruckboegs Leitung werden Werke von Mozart, Schubert, Bruckner bis hin zu Heinz Kratochwill und Udo Jürgens präsentiert.

Wiener Sängerknaben zu Gast in der Sporthalle Leonding

In Leonding, wo Bruckner 1863 von seinem Lehrer Otto Kitzler zum feierlichen Abschluss der Studien ins Gasthaus „Jäger im Kürnberg“ eingeladen wurde, gedenkt man dem Komponisten vor allem im Rahmen des KUVA Kunstsymposiums. Acht bildende Künstler werden zwischen 11. und 21. April ihr Atelier im Turm-9-Stadtmuseum aufschlagen, um öffentlich zu einem vorgegebenen Thema zu arbeiten.

Außerdem wird am Nachmittag des 19. Aprils ein Museumsgartenfest stattfinden: Dabei kommt die „Schorgel“ von Clemens Bauder – eine künstlerische Installation, bei der umgebaute Spielplatzgeräte verschiedene Orgelpfeifen bedienen – erstmalig zum Einsatz. So bietet sich viel Raum für spielerische Bewegung. Ab 27. April werden die vollendeten Werke des Kunstsymposiums in der Sonderausstellung „Anton zwischen den Welten“ gezeigt. Zur Eröffnung (26. April um 19 Uhr) hält Norbert Trawöger, künstlerischer Leiter der KulturExpo 2024, eine Rede.

Ebenfalls gefeiert wird Bruckners Schaffen beim Chor-Orchesterkonzert am 12. April. Ab 19.30 Uhr treten die Wiener Sängerknaben unter Dirigent Uwe Christian Harrer in der Sporthalle auf, begleitet vom Leondinger Symphonieorchester. Dargeboten werde etwa Bruckners Ouvertüre in G-Moll oder die Messe in D-Moll.

Stadt Ansfelden ehrt ihren berühmtesten Sohn

Als Geburtsstadt Bruckners bietet auch Ansfelden ein buntes Programm. Ab 1. April ist im Rahmen der „Bruckner Live Sessions 24“ ein audiovisuelles Musiklabor sowie ein digitales Zeichenstudio eingerichtet. Vor allem junge Menschen sollen so mit dem wichtigen Tonschöpfer in Berührung kommen. Eigene Angebote für Schulklassen („Bruckner Hoch 3“) stehen zur Verfügung.

Das Projekt „Wagner radelt Bruckner“ startet mit 11. April: David Wagner wird auf seinem Veloziped durch ganz Oberösterreich touren, um bei Bewohnern von Brucknerstraßen, -gassen und -plätzen Tonspenden von kurzen Motiven aus den neun Bruckner-Sinfonien auf Video festzuhalten. Aus den kleinen „Aufführungen“ sowie diversen Making-of-Szenen wird später ein etwa neunminütiger Kurzfilm geschnitten. Halt macht Wagner nicht nur in Ansfelden, sondern auch in Hörsching. Auf seinen 1.500 Kilometern durch das ganze Land freut er sich über Mit-Radler.

Am Sonntag, 14. April, präsentieren junge Schüler der Landesmusikschule Neuhofen an der Krems ihr Können im Pfarrhof Ansfelden. Weitere interessante Programmpunkte sind der Start der Sonderausstellung „A. Bruckner – Von Marmor bis Mythos“ im Geburtshaus des Komponisten am 4. Mai sowie der Gottesdienst als Auftakt zum Brucknerfrühling am 9. Mai ab 9 Uhr in der Pfarre Ansfelden.

Mit Oldtimern auf den Spuren Bruckners durch OÖ

In Hörsching verweilte Bruckner zwecks musikalischer Ausbildung circa zwei Jahre lang bei seinem Firmpaten und Cousin Johann Baptist Weiß – die allerersten Kompositionen entstanden hier. Aus diesem Anlass singt der Chor „Ad hoc“ am Gründonnerstag, 28. März, um 19 Uhr eine Bruckner-Messe in der Hörschinger Pfarrkirche. Am 30. April wird Bauders „Schorgel“ am Parkplatz des KUSZ installiert, damit sie beim diesjährigen Maibaumfest erlebbar ist.

Mit Bezug zu Bruckner findet auch die heurige Oldtimer-Trophy des Ambassador Clubs Traun am 2. Juni statt. Über Hörsching führt die Route der 164 Kilometer langen Wertungsfahrt zu zehn Brucknerorten – in fünf Gemeinden werden Orgeln erklingen, die Bruckner selbst gespielt hat. Bernhard Prammer, Titularorganist der Bruckner-Orgel im Alten Dom in Linz, wird die Fahrer begleiten.

Weitere Informationen online unter: www.anton-bruckner-2024.at

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