Fair lenken: Auf Abstand
Oberösterreich. Fairplay im Straßenverkehr wird nicht immer eingehalten, berichtet die ASFINAG. In einer aktuellen Umfrage wurde erhoben, worüber sich Oberösterreicher im Straßenverkehr ärgern.

Fairplay im Straßenverkehr sorgt auch für mehr Sicherheit auf unseren Straßen. Ausreichend Abstand, andere einordnen lassen, rechtzeitig blinken – all diese Verhaltensweisen werden von Verkehrsteilnehmern als fair empfunden. Im Rahmen der ASFINAG-Info-Kampagne „Fair lenken – an andere denken“ hat das IFES-Institut (Institut für empirische Sozialforschung) Lenker aus allen Bundesländern im Auftrag der ASFINAG befragt. Größte Ärgernisse in OÖ: Drängeln, Rasen und abrupte Fahrstreifenwechsel.
Ergebnisse im Detail
75 Prozent der Befragten aus OÖ geben an, dass zu dichtes Auffahren eine große Gefahr im Straßenverkehr auf der Autobahn darstellt. Jeder zweite Befragte (49 Prozent) empfindet Schnellfahren als Gefährdung durch andere Autofahrer auf der Autobahn. Beim abrupten Fahrstreifenwechsel sind es sogar 64 Prozent. Immerhin noch 30 Prozent bestätigen, dass Rechtsüberholen eine Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer darstellt. Einer von drei Oberösterreichern beklagt sich über zu langsames Fahren auf dem rechten Fahrstreifen – bei „Langsamfahrern“ auf dem mittleren oder linken Fahrstreifen teilen zwei Drittel der Befragten aus OÖ diese Meinung. Trotz dieser klaren Aussagen hinsichtlich gefährlichem oder unfairem Fahrverhalten ist die Selbsteinschätzung sehr positiv: 91 Prozent der Oberösterreicher glauben, dass ihr eigenes Fahrverhalten von anderen Verkehrsteilnehmern als rücksichtsvoll eingeschätzt wird.
Kritisch gegenüber anderen
Bei der Frage, ob sie andere Verkehrsteilnehmer als rücksichtsvoll einschätzen, ist die Meinung geteilt: 52 Prozent glauben, dass das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer unfair und nicht rücksichtsvoll ist. „Zu wenig Sicherheitsabstand“ liegt nach Ablenkung und zu hohem Tempo beständig an dritter Stelle im Ranking der Unfallursachen auf oö. Autobahnen. Immerhin wurden 2014 69 Menschen bei solchen Unfällen in OÖ verletzt, das ist jede siebte Person, die hier zu Schaden kam.<


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