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TRAUN. Der Kulturbereich ist der große Verlierer der am Samstag verlautbarten Maßnahmen. Tips hat sich mit Brigitte Brunner, Geschäftsführerin der Kulturpark GmbH, über die aktuelle Situation unterhalten.

Kulturpark-Chefin Brigitte Brunner (Foto: Tips)
Kulturpark-Chefin Brigitte Brunner (Foto: Tips)

Tips: Haben Sie im Vorfeld mit einer kompletten Schließung des Kulturbetriebes gerechnet?

Brigitte Brunner: Wir haben bis zum Schluss gehofft, dass es den Kulturbetrieb nicht treffen wird, da wir ja für unsere Kulturhäuser ein wirklich gutes Präventionskonzept erarbeitet haben und somit die Gefahr einer Ansteckung ohnehin schon sehr gering war. Aber natürlich war uns klar, dass wir, alle Kulturbetriebe, wie schon beim ersten Lockdown die Ersten sein werden, die zusperren müssen und die Letzten, die wieder öffnen können.

Tips: Können Sie die Maßnahmen und das Verbot aller Veranstaltungen nachvollziehen?

Brunner: Ich kann sie nur bedingt nachvollziehen und gutheißen. Es ist uns allen klar, dass bei den extrem hohen Infektionszahlen etwas getan werden muss, dass Maßnahmen gesetzt werden müssen. Leider wird bei solchen Vorgaben immer über den Kamm geschert. Unser Präventionskonzept wurde jedes Mal aktualisiert und strenger gehandhabt. Unser Publikum war so dankbar und verständnisvoll, dass es Kulturveranstaltungen gab, dass es alles sehr diszipliniert ertragen hat. Und dann wird alles wieder über den Haufen geworfen. Es ist so unsagbar frustrierend. Vor allem in Bezug auf die Zukunft, denn jetzt werden viele Gäste gar nicht mehr kommen, weil sie sich denken, dass ohnehin wieder alles abgesagt wird.

Tips: Wie hätte eine faire Lösung für die Kultur aussehen können?

Brunner: Hätte man die Ausgangssperre etwas nach hinten verlegt, wäre die Durchführung von Veranstaltungen möglich gewesen, denn unser Präventionskonzept hat wirklich gut funktioniert und die Besucherzahlen haben ja bewiesen, dass unsere Vorgangsweise sehr gut angenommen wird. Zudem sind die Menschen ja hungrig auf Kunst und Kultur. Und auch wenn viele Institutionen online oder im Streaming Rundgänge und Kultur anbieten. Unser Motto war immer: ‚Weil die Schönheit des Augenblicks nur live erlebt werden kann.‘

Tips: Welche Auswirkungen hat der neuerliche Lockdown konkret auf den Kulturpark Traun?

Brunner: Der ist eine Katastrophe. Wir haben viele verschobene Termine vom Frühling und jetzt kommen alle Novembertermine dazu. Ein Großteil der Zeit meiner Mitarbeiter wird damit verbracht, Kunden zu vertrösten, Karten zu stornieren, neue zu verkaufen. Gleichzeitig sollen wir mit Elan den Frühling bzw. den Sommer planen. Eine allesamt schwierige Situation.


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