Fußballer fordern vehement endlich wieder Trainings

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David Ramaseder David Ramaseder, Tips Redaktion, 25.02.2021 12:30 Uhr

LINZ-LAND. Nach wie vor ruht im Nachwuchs- und Amateurbereich der Trainingsbetrieb. Auch die letzte Regierungspressekonferenz hinterließ wenig Hoffnung auf eine baldige Öffnung. Nach dem Österreichischen Fußballbund (ÖFB) und Sport Austria fordert jetzt auch die Vereinigung der Fußballer (VdF) eine Trainingserlaubnis im Outdoor-Bereich. Auch im Bezirk sind die Stimmen nach einer Öffnung bereits laut.

„Sämtliche Bemühungen und Konzepte seitens Sport Austria und des ÖFB werden von der Bundesregierung mehr oder weniger ignoriert. Es ist nicht nachvollziehbar, warum etwa die Schüler, die regelmäßig in den Schulen getestet werden, mit ihrem negativen Testergebnis am Nachmittag nicht zum Training bei ihrem Verein gehen dürfen. Und dasselbe gilt für erwachsene Sportler aus den Ligen unterhalb der 2. Liga, die sich regelmäßigen Tests unterziehen. Natürlich immer in Kombination mit den erforderlichen zusätzlichen Auflagen“, fordert der stellvertretende Vorsitzende der VdF, Oliver Prudlo, ein baldiges Reagieren der Regierung.

Mächtiger Verband macht gehörigen Druck

Auch das Präsidium des ÖFB macht in einem zuletzt veröffentlichten offenen Brief auf die Situation aufmerksam und will sich nicht mehr damit abfinden: „Als Vertreter des Sports und insbesondere des Fußballs haben wir in den vergangenen Monaten unzählige Gespräche geführt und haben gemeinsam mit Experten eine Vielzahl an Konzepten erarbeitet und unseren Vereinen bereitgestellt. Dazu sind wir auch in ständigem Austausch mit den relevanten Ministerien und Stellen gestanden. Trotz gewaltigen Drucks von der Basis sind wir dabei stets konstruktiv und verständnisvoll geblieben und haben uns darüber hinaus öffentlich sehr defensiv verhalten. Dieses Verständnis stößt nun aber absolut an seine Grenzen.“ Besonders sauer stößt auf, dass die Vertreter des organisierten Sports immer wieder vertröstet und ohne jede Perspektive hingehalten werden.

Dramatischer Rückgang beim Nachwuchs erkennbar

In einigen Regionen liegt der Rückgang bei Nachwuchssportlern bereits bei bis zu 30 Prozent. Es wird mit aller Entschiedenheit davor gewarnt, dass der Sport eine ganze Generation verliert. Kinder und Jugendliche – aber auch Amateursportler – nach dieser langen Zeit zurück zum Sport und zur Bewegung im Freien zu bringen, wird mit jeder Woche schwerer. „Das wird langfristig massive Auswirkungen auf unsere Gesellschaft und das Gesundheitssystem haben.“

Bereits vor der Pandemie war Österreich mit der Herausforderung konfrontiert, dass Kinder immer weniger Sport betreiben und Übergewicht eine große Bedrohung wird. Nun kommt auch der psychische Aspekt dazu. Das belegen auch bereits erste Studien.

Schwierige Situation für Vereine aus dem Bezirk

„Schön langsam wird es für die Vereine zur Lage der gesperrten Outdoor-Sportstätten eng. Besonders trifft uns die Sperre bei den jugendlichen Fußballern. Die Kinder werden zweimal wöchentlich in den Schulen getestet, aber am Nachmittag ist den negativ Getesteten das Training am Sportplatz verboten – für mich eine total unverständliche Maßnahme“, so Dieter Ernst Wolf, Obmann der Union Leonding. Weiters ist die Sperre von Indoor-Sportstätten für ihn nicht nachvollziehbar, vor allem wenn wie etwa beim Tennis ohne Kontakt genügend Platz zur Verfügung stehen würde.

„Allen Mitgliedern unseres Vereins werden wir einen Großteil ihrer im Voraus bezahlten Beiträge refundieren müssen. Das ist für uns ein riesengroßer Ausfall. Von den Beiträgen bezahlen wir unsere Betriebs- und Erhaltungskosten, die natürlich weiterlaufen. Wir wissen derzeit nicht, wie wir das alles stemmen sollen. Die derzeit staatlichen Unterstützungen werden dazu nicht ausreichen“, fordert Wolf raschestmöglich eine Entscheidung.

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