Regionale Hofläden schließen sich für die „Mostkost dahoam“ zusammen
LEONDING/WILHERING. Sechs renommierte Hofläden aus dem Bezirk haben sich für eine besondere Idee zusammengeschlossen. Mit der „Mostkost-Box“ haben sie einen Karton mit sechs verschiedenen Fa-brikaten aus eigener Erzeugung zusammengestellt, um den Stellenwert der „Landessäure“ zu heben und ein wichtiges Kulturgut zu erhalten.

„Wir haben uns im kleinen Kreis einmal überlegt, dass es eigentlich lässig wäre, nachdem es ja heuer keine Mostkosten geben wird, da etwas für zuhause auf die Beine zu stellen“, erzählt der Wilheringer Gerald Rohrhuber von den ersten Ideen zum gemeinsamen Produkt der Wilheringer und Leondinger Hofläden. Dabei ging es gar nicht darum, vom Absatz her Ersatz für die nicht stattfindenden Mostkosten zu finden, so Rohrhuber: „ Es ist uns eher darum gegangen, dass wir alle sechs Hofläden mit dieser Box zusammenschließen und alle gegenseitig davon profitieren können. Jemand, der sonst nie zu mir kommt, kann jetzt meinen Most woanders kaufen. Und wenn er ihm schmeckt, vielleicht kommt er auch einmal zu uns und probiert unsere Produkte. So ist das ein Gewinn für alle“.
Da sich aktuell zumindest zwei Haushalte treffen dürfen, hatten die kreativen Köpfe die Idee, das wie eine Prämierung aufzuziehen. Eine Mostkost im eigenen Garten quasi – ein Bewertungsformular ist in der Box enthalten. „Wir haben uns da an ein 20-Punkte-Schema gehalten. Somit kann jeder für sich seinen Lieblingsmost herausfinden“, so Rohrhuber und seine Mitstreiter.
Trendgetränk überzeugt mit Qualität
Nach einer ersten Sitzung hat das Projekt sehr schnell konkrete Formen angenommen. Jeder Betrieb hat das Produkt beigesteuert, mit dem er glaubt, für sich am besten „Werbung“ machen zu können. „Jetzt hoffen wir, dass das Produkt auch von den Leuten gut angenommen wird. Aber es schaut sehr gut aus, ich habe bereits vor dem offiziellen Verkaufsstart für einige Boxen begeisterte Abnehmer gefunden“, erzählt Gerald Rohrhuber stolz. Die Produzenten sind aber auf jeden Fall für eine große Nachfrage gerüstet.
Die Güte der Erzeugnisse spricht jedenfalls für sich. Die Hälfte der angebotenen Flaschen in der Mostkost-Box sind offiziell mit dem Siegel „Qualitätsobstwein“ ausgezeichnet. „Das war auch unser Antrieb. Most ist ein Trendgetränk, das aus unserer Gegend nicht wegzudenken ist. Die Standards sind dabei mittlerweile fast wie beim Wein“, halten die regionalen Hofläden das köstliche Kulturgut hoch.


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